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Christos Katzidis
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Frage von Helmut P. •

Sie haben vor fast drei Jahren in einem Interview mit dem KStA gesagt, dass Gewalt auf Fußballplätzen selten sei. Wie beurteilen Sie die Lage heute?

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Antwort von CDU

Sehr geehrter Herr P.,

herzlichen Dank für Ihre Anfrage über Abgeordnetenwatch.

Vor fast drei Jahren habe ich gesagt, dass Gewalt auf Fußballplätzen prozentual gesehen in Relation zu den absolvierten Spielen äußerst selten ist. Nach der Auswertung der aktuellen Zahlen und Entwicklungen würde ich diese Einschätzung heute ausdrücklich bestätigen.

Im Profifußball steigen die Zuschauerzahlen deutlich, ohne dass es parallel zu einer kontinuierlichen Zunahme von Strafverfahren oder verletzten Personen kommt. Auch im Amateurfußball ist die große Mehrheit der Spiele friedlich. In der Saison 2024/2025 wurden bei rund 1,286 Millionen Spielen lediglich 829 gewalt- oder diskriminierungsbedingte Spielabbrüche registriert. Das entspricht nur 0,06 Prozent aller Spiele. 

https://www.dfb.de/content/gewalt-und-diskriminierung-im-amateurfussball

Gleichzeitig dürfen wir problematische Entwicklungen nicht verharmlosen. Einzelne Vorfälle, insbesondere gegen Schiedsrichter, Spieler oder Einsatzkräfte, erzeugen zu Recht große öffentliche Aufmerksamkeit. Diese Fälle müssen konsequent verfolgt und geahndet werden. 

Mein Fazit lautet daher: Der Fußball hat kein außergewöhnliches Gewaltproblem, sondern spiegelt gesellschaftliche Entwicklungen wider. Die überwältigende Mehrheit der Fans, Spieler und Ehrenamtlichen steht für Fairness und Respekt. Dort, wo es zu Gewalt kommt, müssen wir konsequent gegen die Täter vorgehen, klare Sanktionen verhängen und sie wirksam vom Spielbetrieb und dem Stadionbesuch ausschließen. Die Vereine sind hier vorrangig in der Verantwortung. Sie üben das Hausrecht aus, müssen gewünschte und ungewünschte Verhaltensweisen klar auf ihrer Sportanlage kommunizieren und unmittelbar einschreiten, wenn jemand durch unakzeptable Verhaltensweisen auffällt. 

 

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Christos Katzidis MdL

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