Christoph Rabenstein
SPD

Frage an Christoph Rabenstein von Zngguvnf Fgnuy bezüglich Wirtschaft

18. September 2008 - 09:42

Sehr geehrter Herr Dr. Rabenstein.

Die Bundesregierung plant, nach u.a. Telekom und Post nun auch die Deutsche Bahn zu privatisieren und so weitere wichtige Entscheidungsmöglichkeiten für die Struktur des Landes aus der Hand zu geben. Wie stehen Sie zu diesen Plänen und zu Privatisierungen im Allgemeinen?

Als Mitarbeiter der schon privatisierten Deutschen Telekom habe ich ausserdem noch eine zweite Frage. Mein Arbeitgeber macht momentan vor allem durch seine personellen Pläne auf sich aufmerksam. Neben den bechlossenen Schließungen von vielen Callcentern in Bayern, sollen nun auch die restlichen bisher noch im Konzern verbliebenen Teile (Netzmanagement etc.) in eine GmbH ausgegliedert werden bei niedrigerem Lohn und längerer Arbeitszeit. Späterer Verkauf ab 2012 nicht ausgeschlossen. Die Gewerksschaften sind machtlos gegen diese Entscheidungen, da auch Aufsichtsratsmitglied Jörg Asmussen (SPD), Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, den Plänen zugestimmt hat.
Welche Möglichkeiten der politschen Einflussnahme sehen Sie, um Unternehmen zur Einhaltung ihrer sozialen und regionalen Verantwortung zu bewegen?

Vielen Dank für Ihre Antwort

Frage von Zngguvnf Fgnuy
Antwort von Christoph Rabenstein
18. September 2008 - 09:47
Zeit bis zur Antwort: 5 Minuten 23 Sekunden

Sehr geehrter Herr Stahl,

die Deutsche Bahn soll nicht völlig privatisiert werden, sondern nur in bestimmten Bereichen. Ich sehe auch diese Entwicklung äußerst skeptisch, da nach einer Umwandlung die von Ihnen angesprochenen Nachteile für die Arbeitnehmer zu befürchten sind.
Die Politik, in diesem Fall die Bundesregierung, hat dann noch weniger Einflussmöglichkeiten wie bisher. Die negativen Entwicklungen bei der Telekom, wie zum Beispiel die Schließung von Callcentern, habe ich scharf kritisiert. Allerdings ist es für uns "Landespolitiker" schwer auf Entscheidungen der Bundesebene Einfluss zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Christoph Rabenstein