Das Interesse der Händler Pfandflaschen zurückzunehmen sinkt? Was sind politische Lösungen um das Mehrwegsystem zu verbessern?
Ich kenne das Pfandflaschen-Mehrwegsystem noch von meinen Grosseltern. Und bin davon überzeugt. Nur durch die Miteinbeziehung der Pfandflaschen in die Statistik, kann die Gelbe Tonne die Recyclingquote erfüllen.Leider muss ich immer grössere Finanzelle Nachteile beim Kauf von Pfandflaschen hinnehmen, teilweise den doppelten Preis. Sollten in einer Sozialen Marktwirtschaft nicht die Umweltverschmutzer den höheren Preis zahlen?Grosse Supermärkte lehnen es ab Pfandflaschen zurückzunehmen, obwohl sie diese von einem anderen Abfüller im Sortiment haben. Wie können ressourcenschonende Verbraucher politisch besser gefördert werden? Sollte ein Standastsortiment von allen grösseren Supermärkten zurückgenommen werden?
Das Mehrwegsystem für Flaschen ist nicht gesetzlich, sondern privatwirtschaftlich organisiert. Verschiedene Ansätze wie z.B. die Einführung (und Anhebung) eines gesetzlichen Mehrwegpfands werden diskutiert, bislang aber nicht umgesetzt, da verschiedenste Interessen mehrerer Marktteilnehmer aufeinandertreffen. Insgesamt funktioniert das System, auch wenn vor allem kleinere, regionale Brauereien teils über mangelnde Rückgaben und folglich fehlendes Leergut klagen. Eine entscheidende Maßnahme: Händler, die es verkraften können (d.h. vor allem Supermärkte mit mehr als 200m² Verkaufsfläche) müssen Pfandbehältnisse aller Materialarten zurücknehmen, die sie selbst führen.

