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Christian Lindner
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Frage an Christian Lindner von Rilana L. bezüglich Wirtschaft

Sehr geehrter Christian Lindner,

seit der Hitzewelle in Kanada ist der Klimawandel näher denn je (Beispielquelle: Tagesspiegel - Kanadisches Dorf nach Hitzewelle niedergebrannt: "Was wir hier erleben, ist die Speerspitze des Klimawandels").
Daher möchte ich von Ihnen wissen, wie sie zu der ökonomischen Umsetzung zur Produktion klimafreundlicher Produkte stehen.
Meiner Meinung nach wäre es ein Vorteil damit jetzt zu beginnen, damit noch Zeit und Spielraum für die Wirtschaft existiert, denn Wirtschaften, die ungebremst in planetare Grenzen stürzen, sind nicht mehr zu retten.
Ein weiterer Vorteil, der meiner Meinung nach sich auch ergeben würde, wäre, dass die deutsche Wirtschaft durch die steigende Notwendigkeit von Umweltschutzmaßnahmen und Anerkennung aus dem Ausland einen großen Vorteil hätte, wenn sie mit der Umstellung schon früher anfängt.
Für wie dringend halten Sie diese Umstellung in Bezug auf die Schwere des Klimawandels?
Welche Branchen würden Sie dabei vorziehen u.a. in Bezug auf ihre Klimaschädlichkeit und damit einhergehend, wie sieht ihre konkrete Vorstellung der Umsetzung aus?
Wie gewinnbringend könnte das Ganze für Deutschland werden und könnte Deutschland in einer Zeit der Veränderung eine Art "wirtschaftliche Klimaschutzmetropole" werden?
Könnte der Lebensstandard und die Lebensqualität in einer klimafreundlicheren Zeit
durch den wirtschaftlichen Vorteil weitaus besser werden?
Mit freundlichen Grüßen

Rilana Langehalt

Frage von Rilana L. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 2 Wochen 3 Tage

Sehr geehrte Frau Langehalt,

haben Sie vielen Dank für Ihre Frage.

Der Schutz unseres Klimas ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Um sie zu überwinden, muss Klimaschutz Teil einer Wachstums- und Fortschrittsagenda werden. Dieses Anliegen hat mit Blick auf die Hochwasserereignisse nun eine neue Dringlichkeit erhalten. Wir müssen in Deutschland die Technologien und Strategien entwickeln, mit denen wir auch andere Länder überzeugen können. Mit Askese, Verzicht und pauschalen Teuerungen werden wir nicht Vorbild, sondern abschreckendes Beispiel für die Welt. Vielmehr brauchen wir eine Innovationsoffensive, um unseren Beitrag für globalen Klimaschutz zu leisten und Ökonomie und Ökologie in Einklang zu bringen.

Der Staat muss hierfür klare Rahmenbedingungen vorgeben und etwa mit der Ausweitung des Emissionshandels die Erreichung unserer Klimaziele absichern. So kann zum einen branchenübergreifend dort CO2 eingespart werden, wo es am günstigsten und effektivsten ist. Zum anderen setzen wir auf diese Weise klare Anreize für die Entwicklung emissionsarmer Technologien und den Umbau unserer Wirtschaft. Denn in der Tat: Richtig umgesetzter Klimaschutz birgt große Chancen für Wachstum. Das habe ich auch in meinem kürzlich erschienenen Gastbeitrag in der WELT am Sonntag geschrieben: https://www.christian-lindner.de/gastbeitraege/wachstum-durch-klimaschutz

Konkrete Forderungen dazu, wie Klimaschutz wachstumsfreundlich und effektiv gestaltet werden kann, finden Sie im Programm der Freien Demokraten zur Bundestagswahl. Schauen Sie doch gerne mal rein (ab Seite 58): https://www.fdp.de/sites/default/files/2021-06/FDP_Programm_Bundestagswahl2021_1.pdf

Für fortführende Fragen zu diesem Thema können Sie sich gern an unseren klimapolitischen Sprecher Dr. Lukas Köhler wenden. Sie erreichen ihn unter lukas.koehler@bundestag.de.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Lindner

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