Frage an Christian Hirte von Erar Fgrsnavqvf bezüglich Demokratie und Bürgerrechte

07. September 2018 - 05:53

Zu Ihrer Aussage, es bestünde kein Demokratie-Defizit in Ostdeutschland: Meinen Sie das tatsächlich ernst? Falls ja, kann ich es nicht glauben! Kommen Sie nach Chemnitz und reden Sie mit den Leuten! Ihr Statement macht mir auf jeden Fall keinen Mut für die täglichen Diskussion. Kommen Sie aber nur, falls tatsächlich Interesse besteht. Ansonsten lassen Sie es und reden weiter von Dingen, denen Sie fern sind! Werter Büromitarbeitet: bitte wortwörtlich ausrichten. Herzlichen Dank!

Frage von Erar Fgrsnavqvf
Antwort von Christian Hirte
11. September 2018 - 14:33
Zeit bis zur Antwort: 4 Tage 8 Stunden

Sehr geehrter Herr Fgrsnavqvf,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

An der Aussage, es besteht kein Demokratiedefizit im Osten halte ich fest.
Die sogenannten Trauermärsche in Chemnitz sind nicht das passende Bild für den ganzen Osten.
Wer sich so wie in Chemnitz ausländerfeindlich äußert und den Hitlergruß zeigt, der hat den Boden unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung verlassen.
Wer sich damit gemein macht, hat null Verständnis verdient.

Diejenigen, welche unsicher sind, wohin sich die Gesellschaft und der Staat entwickeln, dürfen wir aber nicht abschreiben.
Vielmehr müssen wir den Dialog mit allen suchen, die sich im Rahmen unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung äußern und beteiligen wollen.
Dabei sind viele im Osten kritischer als in den alten Bundesländern. Diesen Diskurs müssen wir aber führen, in Chemnitz und überall sonst.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Hirte MdB