Bernhard Suttner

| Kandidat Bayern 2013-2018
Bernhard Suttner
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Jahrgang
1949
Wohnort
Windberg
Berufliche Qualifikation
Bildungsreferent, Kreis- und Gemeinderat
Stimmkreis

Stimmkreis 209: Straubing

Stimmkreisergebnis: 5,2 %

Wahlkreisliste
Wahlkreisliste Niederbayern, Platz 1
Parlament
Bayern 2013-2018

Die politischen Ziele von Bernhard Suttner

Meine Ziele

1. Ich versuche die Welt aus dem Blickwinkel meiner Enkel zu sehen: Ihre Lebenschancen im Morgen dürfen von unseren heutigen Entscheidungen nicht gefährdet werden. Ausplünderung der Rohstofflager, Verluste an Artenvielfalt und Naturschönheiten, Beschädigung der Atmosphäre und Gleichgültigkeit gegenüber den Schuldenbergen müssen beendet werden!

2. Die Ideologie vom stetigen, quantitativen Wirtschaftswachstum lehne ich ab. Ich mache mir aber auch keine Illusionen darüber, dass ein ewiges "grünes Wachstum" möglich und sinnvoll ist (z.B. ungebremster Ferntourismus mit einer Alibi-Klimaschadens-Ausgleichssumme für das Bäumchenpflanzen). Ich orientiere mich an der Postwachstumsökonomie von Niko Paech ("Befreiung vom Überfluss") und - nach anfänglichen Bedenken mittlerweile mit wachsender Begeisterung - für das Konzept der "Gemeinwohlökonomie" von Christian Felber. Im Landtag würde ich beantragen, dass alle Firmen, bei denen der Freistaat Bayern beteiligt ist (z.B. die berüchtigte Landesbank!), nach den Prinzipien der Gemeinwohlökonomie umgestaltet werden. Materielle Gewinne sind für Unternehmen wie Privatleute notwendig, aber sie sind nicht alles: Am Gemeinwohl orientierte Unternehmen sichern sinnvolle Arbeitsplätze in familienfreundlicher Gestaltung (z.B. ausreichende Elternzeiten mit Rückkehrgarantie in Teilzeit oder Vollzeit). Sie produzieren in ökologischer Verantwortung, regionalorientiert und für Fairness im Welthandel engagiert.

3. Geradezu beispielhaft lässt sich die Unmöglichkeit des Wachstumsdogmas beim Verbrauch von Flächen beobachten: Täglich verschwinden in Bayern ca. 20 Hektar Land unter Beton und Asphalt. Das muss beendet werden. Auch deshalb engagiere ich mich gegen die 3. Startbahn am Münchner Flughafen und für eine Neuorientierung beim Straßenbau: Erhalt der Substanz, neue Trassen nur im absoluten Ausnahmefall.

4. Den Weiterbetrieb der Atomkraftwerke Isar 2, Gundremmingen und Grafenrheinfeld halte ich für unverantwortlich. Bayern muss sich auch für die Stilllegung des Atomraftwerks im tschechischen Temelin einsetzen. Bei einem großen Unfall in einem dieser Reaktoren wäre Bayern unbewohnbar. Da auch die Energie aus der Verbrennung fossilen Kohlenstoffs nicht zu verantworten ist, muss das Ziel einer zu 100% erneuerbaren Energieversorgung ernsthaft vorangetrieben werden. Das wird aber nicht nur mit Effizienzsteigerung gehen; wir müssen uns ernsthaft mit den Qualitäten beschäftigen: Was ist Blödsinn und Schnickschnack und kann deshalb weg? Was ist wichtig für gutes Leben und muss deshalb bleiben und verstärkt werden?

5. Im Bildungsbereich plädiere ich für den Einsatz von "Zweit- oder Assistenzkräften" zumindest in der Grundschule. Nur so kann individuelle Förderung gelingen. In manchen Inklusionsklassen wird man sogar Drittkräfte brauchen, damit dieses wichtige Ziel erreicht werden kann. Die zweite Kraft (neben der akademisch ausgebildeten Lehrkraft) ist in allen Montessorischulen üblich. Auch die meisten skandinavischen Länder und die italienische Provinz Südtirol leisten sich diese hohe Qualität. Bayern sollte hier bundesweit vorangehen, den ewigen Streit um das beste Schulsystem beenden und auf eine praktische Schulverbesserung durch Zweitkräfte setzen.

Über Bernhard Suttner

Ich wurde 1949 in Regensburg geboren. Nach dem Studium der Pädagogik und Politikwissenschaft arbeitete ich zunächst als Bildungsreferent an der kirchlichen Jugendbildungsstätte Windberg. Heute arbeite ich als freiberuflicher Referent zu sozialethischen und familienpolitischen Themen in der Erwachsenenbildung.

Seit 1977 bin ich mit meiner Frau Eva verheiratet. Wir haben drei erwachsene Kinder und mittlerweile auch drei Enkelkinder.

1978 war ich Gründungsmitglied der Grünen in Bayern, verließ die Partei aber
schon 1980 wegen deren mangelnder Bereitschaft, auch dem ungeborenen Leben
Rechtsschutz zu geben. 1982 gründete ich mit Gleichgesinnten die ÖDP, die mich
1991 zum Landesvorsitzenden in Bayern wählte. Dieses Amt hatte ich bis 2011 inne. Jetzt engagiere ich mich in der Funktion des ÖDP-Kreisvorsitzenden von Straubing-Bogen und als Landesbeauftragter der Bayern-ÖDP für Grundsatzfragen.
Jede Woche veröffentliche ich auf der homepage der Bundes-ÖDP (www.oedp.de) meine "Montagsgedanken".

Seit 1990 bin ich Mitglied des Gemeinderates meiner Heimatgemeinde und des Kreistages Straubing-Bogen, mittlerweile als Vorsitzender einer fünfköpfigen ÖDP-Fraktion.

Landespolitisch habe ich eine Reihe von Volksbegehren mit unterschiedlichen
Anliegen initiiert: Die Abschaffung des Bayerischen Senats, die Verkleinerung von Landtag und Staatsregierung, die Streichung von potentiellen
Atomkraftwerksstandorten aus dem Landesentwicklungsplan und die Durchsetzung
des umfassenden Nichtraucherschutzes. Vor allem dieser Erfolg freut mich
besonders, weil dadurch viele Passivraucher vor schweren Krankheiten geschützt
werden und nachweislich auch immer weniger Jugendliche mit dem Rauchen beginnen. Ich halte dieses ÖDP-Volksbegehren zum Nichtraucherschutz für das wichtigste und erfolgreichste gesundheitspolitische Projekt der letzten Jahrzehnte.

2007 habe ich im Mankau-Verlag eine Interpretation der biblischen 10 Gebote
unter den Aspekten des 21. Jahrhunderts veröffentlicht (2. Auflage ISBN 978-3-
938396-14-8)

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# Gesundheit 3Sep2013

Sehr geehrter Herr Suttner,

bitte teilen Sie mir mit, was Sie konkret unternehmen wollen, um die Zahl der Abtreibungen zu reduzieren....

Von: Naqernf Fpuöaoretre

Antwort von Bernhard Suttner
ÖDP

(...) Dies ist nicht ausreichend geschehen – nach wie vor ist das „Kinder zur Welt bringen“ faktisch ein Armutsrisiko! Deshalb trete ich mit meinen Parteifreunden für ein existenzsicherndes, sozialversicherungspflichtiges Erziehungsgehalt von 1000.- Euro ein, damit eine Frau wenigstens die drängendsten wirtschaftliche Sorgen reduziert bekommt und so leichter Ja zum Kind sagen kann. Die nahezu grenzenlose Erlaubnis zur Spätabtreibung von Kindern, bei denen eine Behinderung festgestellt wurde, ist für mich nicht akzeptabel und überfordert eigentlich auch das beteiligte Klinikpersonal. (...)

# Wirtschaft 19Aug2013

Sehr geehrter Herr Suttner,

herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage zum Thema Direktwahl des Ministerpräsidenten....

Von: Zvpunryn Qboyre

Antwort von Bernhard Suttner
ÖDP

(...) In den Volkswirtschaften Europas gäbe es ein wirksameres Mittel: Staatlich festgesetzte Mindestlöhne in einer Höhe, die das jeweilige Existenzminimum einer Gesellschaft leicht übersteigen. (...) Solidaritätszuschlag auf die Einkommensteuer (Jahr für Jahr 13 Milliarden Euro!) künftig nicht mehr für die weitere Asphaltierung unseres Landes sondern für eine Qualitätsoffensive in Pflege und Betreuung verwendet, wäre die Sache schon weitgehend finanziert. (...)

# Wirtschaft 11Aug2013

Sehr geehrter Herr Suttner,

der von Ihnen in Vorträgen oft benannte Professor Niko Paech hat am 10.08.13 im "Deutschlandradio Kultur"...

Von: Fira Ervgznle

Antwort von Bernhard Suttner
ÖDP

(...) Jahrhunderts thematisieren würde. Ich fühle mich durch solche Äußerungen persönlich verletzt, weil ich weiß, wie meine Parteifreundinnen in der ÖDP zum Teil seit Jahrzehnten die Sicherung der Zukunft durch eine wachstumskritische Aufklärung und durch eine nachhaltige Lebenspraxis zum Kern ihrer politischen Arbeit gemacht haben. (...)

Sehr geehrter Herr Suttner,

Ihre Partei fordert die Direktwahl des bayerischen Ministerpräsidenten. Wie soll dann ggf. eine handlungsfähige...

Von: Zvpunryn Qboyre

Antwort von Bernhard Suttner
ÖDP

(...) Was wäre schlimm daran, wenn der Ministerpräsident einer anderen Partei angehören würde,als die Mehrheit der Landtagsabgeordneten? Man müsste vernünftig und ohne Partei-Scheuklappen miteinander verhandeln und Kompromisse finden! (...)

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