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Benno Zierer
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Frage von Jan R. •

Immer mehr Bier-Pfandflaschen in bayrischen Gewässern. Verletzungsgefahr & Umweltverschmutzung. Wie greift die Politik ein, wenn zivilrechtliche freiwillige Vereinbarungen nicht mehr funktioniere?

Dieses Jahr war ich mit dem Kanu auf der Iller. Die Menge an Pfandflaschen die im Fussbett, auf Kiesbänken zurückgelassenen werden ist erschreckend. Es waren Flaschennester von bis zu 12 Pfandflaschen. Auf flachen klaren Flussabschnitten können im Abstand von 300 m Bierflaschen auf dem Flussgrund erkannt werden.

Der volkswirtschaftliche Schaden durch Umweltverschmutzung und Verletzungen ist logisch.

Das Verhalten, dass Pfandflaschen aus Bequemlichkeit überall abgestellt werden, die armen Bürger räumen es schon für den Pfand weg. Dafür sind 8 c zu wenig.

Wer den Pfand nicht braucht und die Flasche vor den Mülleimer stellt, O.K.. Pfandflaschen in Flüssen abzulegen ist asozial.

Die Politik muss Druck auf Hersteller ausüben über den Richtigen Umgang mit Pfandflaschen zu Informieren und den Pfand zu erhöhen?

Oder Gesetze verabschieden die die Selbstverpflichtung in allgemeine Regeln umwandeln.

Die Medien Nutzen, z.B. ÖRR, um den richtigen Umgang mit Pfandflaschen zu informieren.

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Antwort von FREIE WÄHLER

Sehr geehrter Herr R.,

ich gebe Ihnen völlig recht, Bierflaschen in Flüsse zu werfen ist asozial, so wie jede Art von Umweltverschmutzung. In unserer Fraktion haben wir in der Vergangenheit darüber diskutiert, ob wir über eine gesetzliche Regelung auf Bundesebene eine Pfanderhöhung für Bierflaschen fordern sollen. Das Thema kommt ja im Sommer regelmäßig auf, wenn die Flaschen zur Wiederbefüllung knapp werden, denn ein höherer Pfand würde wahrscheinlich auch die Rückgabe beschleunigen. Die Rückgabequoten insgesamt liegen ja bei über 95 Prozent. Wir haben mit Vertretern von Brauwirtschaft und Handel gesprochen – aber da ist man sich auch nicht einig. Die Branche könnte das Pfand ja selbst erhöhen, ohne gesetzlichen Eingriff. Vor allem die Umstellungsphase wäre schwierig und die Brauereien - die ohnehin unter wirtschaftlichem Druck stehen -  fürchten hohe Kosten. Als 2025 in Österreich das Flaschenpfand erhöht wurde, war von einem „Pfandtourismus“ zu lesen –  von Deutschen, die nach Österreich gefahren sind, um ihre Bierkisten zurück zu geben. Außerdem müsste man dafür sorgen, dass der Mehrwegpfand günstiger bleibt, als der Pfand auf Plastikflaschen oder Dosen – denn man will ja richtigerweise einen Anreiz dafür setzen, dass mehr Mehrweg im Umlauf ist. Und wenn ich sehe, wie viele Dosen oder Plastikflaschen in Wiesen oder Gräben liegen, dann muss man leider sagen, dass auch die 25 Cent Pfand für viele Mitbürger offensichtlich nicht genug sind. Ich werde in unserer Fraktion nochmal anregen, dass wir das Thema grundsätzlich noch einmal angehen.  

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