Wollen Sie der Altenpflege denn nicht Teildienste, Feiertage, Wochenenddienste wiedergutmachen?Im Arbeitsleben sind die Pflegekräfte benachteiligt da sollte doch jetzt der Ausgleich geschaffen werden?
Pflege ist unbedingt Schwerarbeit und ich habe den Eindruck gewonnen das wird nicht gewürdigt.Der Notstand ist selbst gemacht.Die Angehörige wohnen nebenan aber Fachkräfte müssen kommen zum Erwärmen der Mahlzeiten.Entlastungsleistungen müssen genauer geprüft werden.Unsummen werden für Handreichungen aus dem Fenster geworfen.Das ist nicht mehr Hilfe zur Selbsthilfe.Das Anspruchsdenken ist völlig deplatziert und gesellschaftlich asozial.
Sehr geehrte Frau H.,
vielen Dank für Ihre Frage.
Pflegekräfte leisten täglich unverzichtbare Arbeit, oft unter schwierigen Bedingungen. Deshalb haben wir im Koalitionsvertrag Reformen vereinbart, um die Attraktivität und auch die Wertschätzung der Gesundheitsberufe spürbar zu verbessern. Unser Ziel ist es explizit auch, pflegende Angehörige zu stärken.
Konkret wollen wir die Personalbemessung im Krankenhaus und in der Pflege stärker nach dem tatsächlichen Bedarf ausrichten. Unterschiede zwischen Leiharbeitnehmern und der Stammbelegschaft wollen wir reduzieren und Mehrkosten zur Schaffung von Springerpools sowie entsprechende Vergütungen für das Personal ausgleichen. Auch die Anerkennung ausländischer Abschlüsse und berufliche Weiterbildung wollen wir erleichtern.
Für die konkrete Umsetzung ist das Bundesgesundheitsministerium zuständig. Bei weiteren Fragen können Sie sich auch an meine Kollegin Dagmar Schmidt, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion zuständig u. a. für Gesundheit, wenden.
Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass Sie selbstverständlich die Möglichkeit haben, auch auf direktem Weg mit dem Deutschen Bundestag, seinen Abgeordneten oder mir Kontakt aufzunehmen – zum Beispiel über https://www.bundestag.de.
Mit freundlichen Grüßen
Bärbel Bas

