Wie sinnvoll sind massive Honorar-Kürzungen und die Budgetierung der Finanzierung psychotherapeutischer Behandlung in einem Bereich, der nur 1,5% Anteil an den Gesamtausgaben der Krankenkassen hat?
Sehr geehrte Frau Bas,
Die aktuelle Gesundheits-Reform führt dazu, dass die Honorare für Psychotherapeuten real um bis zu 4,5 % sinken, während die Betriebskosten steigen.
Nach der gestern im Rahmen der Gesundheitsreform beschlossenen Budgetierung für psychotherapeutische Leistungen stellt sich für mich nun folgende Frage:
Wie rechtfertigt Ihre Fraktion diese massiven finanziellen Einschnitte, die laut Fachverbänden unweigerlich zu einer weiteren Verschärfung der ohnehin kritischen Wartezeiten und zu Praxisschließungen führen werden – angesichts der Tatsache, dass der Anteil der Ausgaben für Psychotherapie an den Gesamtausgaben der Krankenkassen nur ca 1,5%(!) beträgt? Die bereits erfolgte Honorar-Kürzung erspart z.B. insg. nur 0,05% der Gesamtausgaben!
Wie erklären Sie, dass im Rahmen der Reform die Pharmaindustrie, auf die rund 17% der Ausgaben entfallen, nur marginal zur Verantwortung gezogen wird, um die Kosten im Gesundheitssystem zu senken?

