Wenn Ihr Ziel die Bekämpfung von Altersarmut ist: Warum werden Renten prozentual erhöht statt niedrige Renten stärker? Wie rechtfertigen Sie zugleich die hohe Belastung junger Generationen?
Hintergrund meiner Frage ist folgender: Prozentuale Rentenerhöhungen führen dazu, dass hohe Renten absolut stärker steigen als niedrige Renten. Das mag dem Äquivalenzprinzip entsprechen, wonach höhere Einzahlungen zu höheren Leistungen führen. Wenn jedoch die Bekämpfung von Altersarmut politisch im Vordergrund steht, erscheint dieses System nur bedingt zielgerichtet, da gerade niedrige Renten vergleichsweise wenig profitieren.
Gleichzeitig steigt die Belastung jüngerer Generationen kontinuierlich. Durch höhere Rentenbeiträge sowie zusätzliche Steuerzuschüsse zur Stabilisierung des Systems. Viele Beitragszahler haben zugleich die Erwartung, später selbst keine vergleichbaren Leistungen mehr zu erhalten. Daraus ergibt sich die Frage, wie unter diesen Bedingungen Generationen- und auch Leistungsgerechtigkeit gewährleistet werden soll.

