Warum versuchen sie, eine Erhöhung der Rentenausgaben als einen Profit für die jüngere Generation darzustellen?
Sehr geehrte Frau Bas,
mir ist in ihrer Rede aufgefallen, dass sie die Erhöhung als einen Profit für alle Generation vorgestellt haben und dabei betonten, vor allem der junge Generation würde. Ich als 17 Jahre alter Schüler fühle mich dadurch stark hintergangen. Sehen sie so eine starke Bedrohung in der älteren Generation? Ich würde gerne wissen, wieso sich kaum eine Partei traut, diese Wählergruppe zu ignorieren. Liegt es an dem Einfluss der Spender oder durch den Druck des Koalitionspartners?
Sehr geehrter Herr L.,
vielen Dank für Ihre Frage. Da Sie sich auf meine Aufgaben als Bundesministerin für Arbeit und Soziales beziehen, antworte ich Ihnen nicht in meiner Funktion als Abgeordnete, sondern als Mitglied der Bundesregierung sowie dank der Zuarbeit der Bundesverwaltung:
Ich wünsche mir, dass die Rente für alle Generationen verlässlich bleibt. Sie soll keine Sorgen bereiten, sondern Sicherheit geben. Bei der von Ihnen angesprochenen Verlängerung der Haltelinie geht es nicht darum, die Generationen gegeneinander auszuspielen. Ein angemessenes Rentenniveau nützt am Ende allen. Die Verlängerung der Haltelinie verhindert, dass das Rentenniveau bis 2031 auf unter 48 Prozent absinkt. Danach greift wieder die Rentenanpassungsformel, die langfristig zu einem Rückgang des Rentenniveaus führt. Das Rentenniveau bleibt aber ausgehend vom Rentenwert des Jahres 2031 dauerhaft rund einen Prozentpunkt höher als nach geltendem Recht. Somit nützt die Haltelinie auch den jungen Generationen.
Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass Sie selbstverständlich die Möglichkeit haben, auch auf direktem Weg mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales Kontakt aufzunehmen. Alle Kontaktmöglichkeiten finden Sie hier: https://www.bmas.de/DE/Service/Kontakt/kontakt.html.
Mit freundlichen Grüßen
Bärbel Bas

