Artur Auernhmmaer
Artur Auernhammer
CSU
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Frage von Wolfgang E. •

Warum haben Sie für die GKV-Reform gestimmt?

Sehr geehrter Herr Auernhammer,

ich schreibe Ihnen aus dem Wahlkreis Ansbach, da ich Ihnen als direkten Abgeordneten meines Wohnorts eine Frage stellen möchte.
Ich habe vor Kurzem die Podcast-Folge von Psychologie To Go! über die Abstimmung des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes, die Hintergründe und mögliche Auswirkungen gehört:
https://psychologie-to-go.podigee.io/341-psychotherapie-am-abgrund

Ich möche Ihnen empfehlen, sich diese auch anzuhören. Mich würde interessieren, warum Sie vor dem Hintergrund der dort dargestellten Aspekte dennoch für die GKV-Reform gestimmt haben. Ich bin ehrlich gesagt schockiert über den Hergang dieser Reform und kann nicht nachvollziehen, wie so eine Abstimmung zustande kommen konnte.
Es wäre schön, eine Erklärung von Ihnen zu bekommen, um nach Möglichkeit ein besseres Verständnis dafür zu entwickeln.
Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
W. E.

Artur Auernhmmaer
Antwort von CSU

Sehr geehrter Herr E.,

herzlichen Dank für Ihre Nachricht und den damit verbundenen Hinweis auf die Podcast-Folge. Ebenso danke ich Ihnen, dass Sie sich mit Ihrer Frage an mich, als Ihren direktgewählten Abgeordneten wenden.

Grundsätzlich kann ich gut nachvollziehen, dass im Rahmen der Debatte um die GKV-Reform insbesondere auch mit Blick auf die psychotherapeutische Versorgung Fragen aufkommen und die möglichen Entwicklungen in der psychotherapeutischen Versorgung viele Menschen verunsichern. Denn die langen Wartezeiten auf einen Therapieplatz und der steigende Bedarf an psychotherapeutischer Behandlung sind Herausforderungen, die wir sehr ernst nehmen.

Meine Zustimmung zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz erfolgte insbesondere vor dem Hintergrund der angespannten Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung. Ziel des Gesetzes war es, die Finanzierung des Gesundheitssystems insgesamt zu stabilisieren und einen weiteren Anstieg der Beiträge zu begrenzen. Ein zukunftsfähiges Gesundheitssystem muss auf einem festen finanziellen Fundament stehen. Bei der Ausarbeitung und Entscheidung mussten die berechtigten Interessen von Patientinnen und Patienten, Leistungserbringern sowie Beitragszahlern gleichermaßen berücksichtigt werden. Solche gesundheitspolitischen Entscheidungen erfordern häufig schwierige Abwägungen.

Gerade vor dem Hintergrund dieser Notwendigkeit nehme ich die Sorgen der vielen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie der betroffenen Patientinnen und Patienten sehr ernst. Eine bedarfsgerechte und wohnortnahe psychotherapeutische Versorgung ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres Gesundheitssystems. Deshalb wird es wichtig sein, die Auswirkungen der beschlossenen Regelungen genau zu beobachten. Sollte sich zeigen, dass sich die Versorgung verschlechtert, Wartezeiten weiter zunehmen oder die wirtschaftliche Tragfähigkeit psychotherapeutischer Praxen dauerhaft beeinträchtigt wird, müssen die bestehenden Regelungen überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Mit freundlichen Grüßen

 

Artur Auernhammer

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