Machen Sie sich heute gegen eine Budgetierung der Psychotherapie stark?
Sehr geehrte Frau Janssen,
Ich als Psychotherapeutin bin sehr in Sorge. Ich betreibe derzeit einen halben Kassensitz, den habe ich letztes Jahr für 65000 Euro übernommen. Wartezeit auf einen Therapieplatz beträgt bei mir derzeit 1,5 Jahre. Ich verstehe nicht, wie es hier zu einem Vorschlag der Budgetierung kommt, wenn Psychotherapie nachweislich auf lange Sicht der Gesellschaft Geld einspart (weniger Krankheitstage, höhere Leistungsfähigkeit, weniger Frühberentung und Klinikaufenthalte). Ich möchte Sie bitten, sich ein vollumfängliches Bild der Lage zu machen und nicht einer kurzsichtigen Kürzungsstrategie zu unterliegen, die uns als Gesellschaft massiv auf die Füße fallen wird.

