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Annalena Baerbock
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Frage an Annalena Baerbock von Jbystnat Urvy bezüglich Umwelt

Sie wollen schnellstmöglich Verbrennungsmotoren verbieten. Wie sollen in Zukunft Wohnmobile und Wohnwagen unterwegs sein für die in naher Zukunft weder Batterie- noch Brennstoffzellenantriebe zur Verfügung stehen werden? Es geht hier um die Freizeitgestaltung von sehr vielen Mitbürgern und um eine große Industrie mit vielen Arbeitsplätzen.
Warum ist für Sie das Thema e-fuels nicht wichtig. Hier wird CO2 aus dem Abgas mit Hilfe von H2 (aus grüner Elektrolyse) zu Benzin , Diesel oder Kerosin „veredelt“. Mit Hilfe dieser Kraftstoffe ist man im Ergebnis klimaneutral! Die existierende Infrastruktur könnte weiter genutzt werden. Die Energiebilanz im Vergleich mit der Brennstoffzellentechnik ist auch nicht so schlecht.
Ich habe persönlich meine Nahverkehr auf elektrisch (ID3) mit eigener Photovoltaik umgestellt. Für meinen Wohnwagen und lange Dienstfahrten brauche ich aber weiter meinen Audi A6 mit einem starken Dieselmotor, den Sie mir baldmöglichst nehmen wollen.
Wie soll es also weitergehen? Soll ich meinen Wohnwagen verkaufen bevor er nichts mehr Wert ist?
Mit freundlichen Grüßen
W.Heil´

Frage von Jbystnat Urvy am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 1 Tag 18 Stunden

Sehr geehrter Herr Heil,

vielen Dank für Ihre Anfrage.
Die Automobilindustrie steht vor gewaltigen Umbrüchen. Weltweit läuft der Wettbewerb um das emissionsfreie und digitale Auto der Zukunft. Nach Jahren des Stillstands hat sich auch die Branche in Deutschland endlich auf den Weg gemacht. Jetzt braucht es Entschlossenheit und Zusammenarbeit, damit unsere Autobauer in Zukunft wieder die Nase vorn haben. Der Politik kommt dabei eine zentrale Rolle zu, sie muss den Rahmen setzen und den Transformationsprozess gestalten. Klar ist dabei: Der Verbrennungsmotor hat keine Zukunft. Wir wollen ab 2030 nur noch emissionsfreie Autos neu zulassen. Zudem wollen wir auch für die Autoindustrie Standards für eine Kreislaufwirtschaft und klimaneutrale Produktion setzen, so dass der ökologische Fußabdruck der Fahrzeuge immer kleiner wird.

Wir teilen Ihre Einschätzung nicht, dass es 2030 keine Alternativen für Wohnmobile geben wird. Dort wo Batterien keine Alternative sind, können andere emissionsfreie Antriebe wie Wasserstoff das Mittel der Wahl sein.

Mit freundlichen Grüßen
Team Annalena Baerbock

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