Angelika Hagedorn
ÖDP

Frage an Angelika Hagedorn von Ovetvg Tertre bezüglich Gesellschaftspolitik, soziale Gruppen

Sehr geehrte Frau Hagedorn

Wenn Eltern sich trennen, gibt es ja einige Probleme, auch finanziell. Warum steht eigentlich dem Vater ein Existenzminimum zu, dass unantastbar ist, egal wieviel Kinder er auf die Welt setzt ?

Wie kann es sein , dass ein unterhaltspflichtiger Vater sich damit rausreden kann , nicht so viel Unterhalt zahlen zu können, weil er ja wieder verheiratet ist und nochmal ein Kind bekommen hat und jetzt dieser neuen Familie auch Unterhaltspflichtig ist, obwohl abzusehen war, dass er nicht mal die ersten Kinder ausreichend mit Unterhalt versorgen kann. Und dann bleibt ihm ja noch das Existenzminimum.
Einer alleinerziehenden Mutter bleibt kein Existenzminimum, wenn sie nicht berufstätig ist oder sein kann.
Und wie ist das mit dem Nebenjob, den sich ein Unterhaltspflichtiger suchen soll, wenn er nciht ausreichend Unterhalt bezahlen kann ? Wieso gibt es da auch wieder genug Gründe warum sich der Unterhaltspflichtige da raus reden kann. Aber eine alleinerziehende Mutter darf kein Geld dazu verdienen um sich mit ihrem Kind mal etwas leisten zu können. Das wird gleich angerechnet.

Frage von Ovetvg Tertre
Antwort von Angelika Hagedorn
05. Juni 2009 - 18:20
Zeit bis zur Antwort: 0 Sek.

Sehr geehrte Frau Greger!

Vielen Dank für Ihre mail. Leider kenne ich Ihre Situation zu wenig, um sie vollständig beurteilen zu können. Das Wichtigste aus meiner Sicht:schliessen Sie Frieden mit Ihrem Mann und befreunden Sie sich mit seiner neuen Frau.Ich weiß, dieser Ratschlag wird Ihnen ungewöhnlich vorkommen,aber das ist das Beste,was Sie aus der Situation machen können. Vielleicht können Sie auch bei der Betreuung seines neuen Kindes helfen. Ein Existenzminimum muss Ihrem Exmann bleiben, genau wie Ihnen. Machen Sie sich unabhängig von Ihrem Exmann und verdienen Sie etwas dazu. Das ist auch möglich, wenn man Sozialleistungen bezieht. Ich kenne nicht das Alter Ihrer Kinder, vielleicht sind die ja auch schon recht selbstständig. Und vielleicht freuen sie sich auch, noch ein Geschwisterchen zu haben?

Mit freundlichen Grüßen
Angelika Hagedorn