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Andreas Silbersack
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Frage von Nadine R. •

Sind Sie für oder gegen die Kopplung and die Lebenserwartung?

https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/reformen-rente-arbeitsmarkt-steuern-2445598

Ich bin alleinerziehend und frage mich wie das meinem Kind erklären soll, wie seine Zukunft aussieht.

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Antwort von FDP

Sehr geehrte Frau R.,

vielen Dank für Ihre Frage und dafür, dass Sie sie so offen mit Ihrer eigenen Lebenssituation verbinden. Die Sorge, wie man dem eigenen Kind erklären soll, wie seine Zukunft aussieht, kann ich gut nachvollziehen.

Zur Einordnung vorweg: Die Rente ist in erster Linie ein Thema der Bundespolitik. Als Landtagsabgeordneter entscheide ich darüber nicht unmittelbar mit. Meine Haltung und die meiner Partei kann ich Ihnen aber klar sagen.

Wir Freie Demokraten sind dafür, das Renteneintrittsalter an die steigende Lebenserwartung zu koppeln. Allerdings nicht als starre Grenze, sondern als flexibles Modell nach schwedischem Vorbild. Der Grundgedanke dahinter: Wer länger lebt, bezieht in der Regel auch länger Rente. Bleibt das Eintrittsalter unverändert, müssen das immer weniger Beitragszahler tragen, am Ende genau die Generation Ihres Kindes. Eine maßvolle, an die Lebenserwartung gekoppelte Anpassung soll verhindern, dass entweder die Beiträge immer weiter steigen oder das Rentenniveau immer weiter sinkt.

Entscheidend ist uns dabei: Flexibilität statt Zwang. Wer früher gehen möchte, soll das mit Abschlägen können; wer länger arbeiten will, soll dafür belohnt werden. Wichtig ist mir vor allem, dass Menschen in körperlich harten Berufen und Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht länger arbeiten können, nicht die Verlierer einer solchen Reform sind. Deshalb wollen wir zugleich die Erwerbsminderungsrente stärken.

Und wir setzen auf einen zweiten Baustein, eine kapitalgedeckte Säule (Aktienrente). Denn die ehrliche Frage lautet immer: Wer soll das am Ende bezahlen? Nur mit tragfähigen Strukturen bleibt die gesetzliche Rente auch für die nächste Generation verlässlich.

Ihrem Kind würde ich deshalb sagen: Bei diesen Reformen geht es nicht darum, etwas wegzunehmen, sondern darum, dass die gesetzliche Rente auch dann noch da ist, wenn Ihr Kind einmal selbst in den Ruhestand geht.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Silbersack

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