Wie stehen Sie zur geplanten Abschaffung des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG)?
Sehr geehrter Herr Geisel, aktuell ermöglicht das IFG allen Menschen, Einblick in staatliche Dokumente zu bekommen und damit das Handeln von Behörden und der Regierung zu kontrollieren. Im Koalitionsvertrag haben Sie gemeinsam mit der Union beschlossen, das IFG im Sinne der Bürger*innen zu reformieren. Die vorgeschlagenen Änderungen würden der Informationsfreiheit in Deutschland de facto ein Ende setzen. Anfragen wären nur noch nach Nachweis eines „berechtigten Interesses“ möglich – und damit fast nie. Außerdem könnten Anfragen künftig zehntausende Euro kosten. Zivilgesellschaftliche Organisationen oder Pressevertreter dürften offenbar keine Anfrage mehr stellen. Nun ist es an Ihnen, diese Pläne zu stoppen. Unser aller Recht auf Informationsfreiheit gegen diesen Frontalangriff muss verteidigt werden. Welche Haltung zu diesem Thema vertreten Sie?
Mit freundlichen Grüßen Hans-Hendrik B.

