Fragen und Antworten
Trotz berechtigter Kritikpunkte stehe ich dem Mercosur-Abkommen deshalb positiv gegenüber und werde bei der finalen Abstimmung auch dafür stimmen. Das stand für mich nie in Frage und damit folge ich der Linie meiner Partei.
Bei der konkreten Abstimmung, die Sie ansprechen, ging es jedoch nicht um ein Ja oder Nein zum Abkommen, sondern nur darum, bestimmte rechtliche Aspekte durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH) prüfen zu lassen. Eine Mehrheit von uns deutschen Grünen Europaabgeordneten hat das unterstützt und sich damit der Linie der grünen Europafraktion angeschlossen.
Ich bin Antifaschistin und schließe eine Zusammenarbeit mit der AfD sowie mit ähnlichen rechtsradikalen Parteien in Europa grundsätzlich aus. Eine solche Zusammenarbeit – im Sinne von Kooperation oder Absprachen – hat es auch nie gegeben.
Über den konkreten Fall hinaus ist es zentral, dass die pro-europäischen und demokratischen Fraktionen in Europa kompromissfähiger werden und gemeinsame Mehrheiten finden. Dafür setzen wir uns ein – und dafür setze auch ich mich persönlich ein.
Abstimmverhalten
Misstrauensvotum gegen die EU-Kommission (PfE-Fraktion)
Prüfung des EU-Mercosur-Abkommens auf Rechtmäßigkeit durch den EuGH
Aktualisierung der EU-Fluggastrechte
Verschärfung des Asylrechts durch Aktualisierung der Vorschriften für sichere Drittstaaten
Über Hannah Neumann
Hannah Neumann schreibt über sich selbst:

“Ossi oder Wessi?” Werde ich immer noch gefragt und dann sag ich klipp und klar: Ich bin Europäerin. In Deutschland aufgewachsen, immer wieder in Frankreich gelebt und gearbeitet, verheiratet mit einem Mann aus Mecklenburg-Vorpommern, drei Kinder, geboren in Berlin. Das alles wäre ohne den europäischen Einigungsprozess nie möglich gewesen. Und dafür bin ich sehr dankbar.
Studiert und promoviert habe ich Medienwissenschaften und Friedens- und Konfliktforschung in Ilmenau, Berlin, Manila und Monrovia. Im Anschluss habe ich in Think Tanks, dem Bundestag und internationalen Organisationen gearbeitet.
Ich bin seit meiner Jugend politisch aktiv, seit 2013 bei den Grünen. Und 2019 habe ich mich getraut - und für die Europaliste kandidiert. Mit Erfolg! Seit 5 Jahren sitze ich nun im Europäischen Parlament; ein wahnsinniges Privileg, dort die Bürgerinnen und Bürger Deutschlands vertreten zu dürfen.
Im Europaparlament habe ich mich dafür eingesetzt, dass wir besser über Grenzen hinweg zusammenarbeiten, zum Beispiel zum Schutz der Oder. Dass wir im Verteidigungsbereich unsere Ressourcen bündeln und unsere Partner, wie die Ukraine, unterstützen. Ich kämpfe für mehr Frauen an Verhandlungstischen und in der Politik, gegen russische Desinformation und dafür, dass rechtsextreme Narrative nicht verfangen. Ich will, dass wir als Europa die kommenden Herausforderungen gemeinsam angehen, und dass alle Menschen sich hier zuhause fühlen; egal woher sie kommen, egal wie voll ihr Geldbeutel ist.




