Alle Fragen und Antworten bei abgeordnetenwatch

Hier finden Sie sämtliche Fragen und Antworten, die seit unserer Gründung im Jahr 2004 bei uns veröffentlicht wurden.
Portrait von Thomas Oppermann
Antwort 03.04.2019 von Thomas Oppermann SPD

(...) Die Widerspruchslösung ist unter allen Möglichkeiten die klarste und am wenigsten bürokratische. Ich halte sie auch aus moralischer Sicht für geboten: Zwar ist es verständlich, dass viele Menschen Gedanken an den Tod verdrängten. Aber in einem gemeinsamen FAZ-Gastbeitrag mit Norbert Blüm und Detlev Ganten haben wir argumentiert: Das Recht auf Leben, die Bitte um Hilfe, ist bei sorgfältiger Abwägung stärker zu gewichten als das Recht auf Schweigen. (...)

Portrait von Bärbel Bas
Antwort 02.04.2019 von Bärbel Bas SPD

(...) Organe werden Menschen entnommen, deren Tod festgestellt wurde und die vor Ihrem Tod zugestimmt haben, dass ihnen nach dem Tod Organe entnommen werden dürfen. Ich weise daher auch Ihre Aussage, ich würde mich für die "Explantation von lebenden menschlichen Körpern als Therapieform" einsetzen, zurück. (...)

Portrait von Katja Kipping
Antwort 19.03.2019 von Katja Kipping Die Linke

(...) meine Äußerung in der Orientierungsdebatte zur Organspende hat sich mit der Frage der Abfrage der Willenserklärung befasst. Als Gegenmodell zur Widerspruchslösung habe ich gemeinsam mit AbgeordnetenkollegInnen von SPD und Grünen vorgeschlagen, dass statt dieser regelmäßig eine Abfrage der Spendebereitschaft erfolgt. (...)

Portrait von Harald Weinberg
Antwort 02.04.2019 von Harald Weinberg Die Linke

(...) vielen Dank für Ihre Nachricht zur aktuellen Diskussion um die Organspende! Ich unterstütze auf jeden Fall die Behandlung des Themas im Gesundheitsausschuss des Bundestages noch vor einer Entscheidung bezüglich einer Widerspruchslösung. Ihre Ausführungen über eine zentrale Registrierung halte ich zwar für eine gute Idee, aber sie ist auch recht bürokratisch. (...)

Portrait von Georg Kippels
Antwort 03.04.2019 von Georg Kippels CDU

(...) Dies würde bei eine Regelung, bei der die Entscheidung klar ermittelt werden kann, weitestgehend entbehrlich. Die Belastung durch die Widerspruchslösung besteht deshalb in erster Linie darin, sich mit dem Thema einmal auseinandersetzen zu müssen. Ob dies als zumutbar eingestuft werden kann, wird die Güterabwägung zwischen den kollidierenden Grundrechtsnormen ergeben. (...)