Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (Reformstaatsvertrag)

Der Landtag hat über eine Beschlussempfehlung zur Zustimmung zum Siebten Staatsvertrag zur Änderung medienrechtlicher Staatsverträge abgestimmt. Mit diesem sogenannten Reformstaatsvertrag soll der rechtliche Rahmen für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland angepasst werden. 

Die Reform sieht Änderungen in mehreren Staatsverträgen vor, darunter im Medienstaatsvertrag, im ARD-Staatsvertrag, im ZDF-Staatsvertrag, im Deutschlandradio-Staatsvertrag sowie im Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag. Ziel ist unter anderem eine stärkere Zusammenarbeit der öffentlich-rechtlichen Sender, mehr Transparenz bei Haushaltsführung und Kostensteuerung sowie neue organisatorische Regelungen. Teil der Reform ist auch eine Anpassung des Programmauftrags. So soll die Zahl der öffentlich-rechtlichen Hörfunkprogramme reduziert werden, während Spartenangebote künftig stärker gemeinsam von ARD und ZDF organisiert werden. Zudem sollen die Online-Angebote der Sender stärker miteinander vernetzt und Bildungsangebote leichter auffindbar gemacht werden. Darüber hinaus werden Veränderungen in den Leitungsstrukturen von ZDF und Deutschlandradio vorgenommen und erstmals umfassendere organisatorische Regelungen für die ARD festgelegt. Ein neuer Medienrat soll künftig regelmäßig überprüfen, wie die Rundfunkanstalten ihren Auftrag erfüllen und wie sie mit der Gesellschaft interagieren.

Die Beschlussempfehlung des Hauptausschusses wurde mit 45 Ja-Stimmen zu 39 Nein-Stimmen angenommen. Damit wurde auch das Gesetz verabschiedet.

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Dafür gestimmt
45
Dagegen gestimmt
39
Enthalten
0
Nicht beteiligt
4
Abstimmungsverhalten von insgesamt 88 Abgeordneten.
Name Absteigend sortieren FraktionWahlkreisStimmverhalten
Portrait von Björn LüttmannBjörn LüttmannSPD9 - Oberhavel III Dafür gestimmt
Melanie Matzies-KöhlerBSW Nicht beteiligt
Jenny MeyerBSW Dagegen gestimmt
Portrait von Hanka MittelstädtHanka MittelstädtSPD11 - Uckermark I Dafür gestimmt
Portrait von Wilko MöllerWilko MöllerAfD35 - Frankfurt (Oder) Dagegen gestimmt
Portrait von Daniel MünschkeDaniel MünschkeAfD40 - Oberspreewald-Lausitz III / Spree-Neiße III Dagegen gestimmt
Portrait von Kathleen MuxelKathleen MuxelAfD30 - Oder-Spree III Dagegen gestimmt
Portrait von Andreas NoackAndreas NoackSPD7 - Oberhavel I Dafür gestimmt
Portrait von Volker NothingVolker NothingAfD37 - Elbe-Elster II Dagegen gestimmt
Portrait von Daniela OeynhausenDaniela OeynhausenAfD Dagegen gestimmt
Erik Pardeik Erik PardeikAfD32 - Märkisch-Oderland II Dagegen gestimmt
Portrait von Marcel PenquittMarcel PenquittSPD23 - Teltow-Fläming I Dafür gestimmt
Falk PeschelBSW Dagegen gestimmt
Zus ehen ist Katja Poschmann, eine Frau vor rotem Hintergrund. Sie trägt einen blonden Bob als Frisur, sie lächelt. Sie trägt dunkle Kleidung sowie dezenten Schmuck, u.a. eine Kette mit einem Pusteblumenanhänger.Katja PoschmannSPD4 - Ostprignitz-Ruppin III / Havelland III Dafür gestimmt
Portrait von Jan RedmannJan RedmannCDU3 - Ostprignitz-Ruppin I Dafür gestimmt
Norbert RescherAfD12 - Uckermark II Dagegen gestimmt
Portrait von Wolfgang RoickWolfgang RoickSPD39 - Oberspreewald-Lausitz II / Spree-Neiße IV Dafür gestimmt
Stefan RothBSW Dagegen gestimmt
Portrait von Sebastian RüterSebastian RüterSPD20 - Potsdam-Mittelmark IV Dafür gestimmt
Portrait Julia SahiJulia SahiSPD6 - Havelland II Dafür gestimmt
Portrait von Ludwig ScheetzLudwig ScheetzSPD27 - Dahme-Spreewald II / Oder-Spree I Dafür gestimmt
Prof. Dr. Michael Schierack, MdLMichael SchierackCDU43 - Cottbus I Dafür gestimmt
Portrait von Martina Maxi SchmidtMartina Maxi SchmidtSPD14 - Barnim II Dafür gestimmt
Sina SchönbrunnSPD34 - Märkisch-Oderland IV Dafür gestimmt
Portrait von Manja SchüleManja SchüleSPD21 - Potsdam I Dafür gestimmt