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Wieland Schinnenburg
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Frage an Wieland Schinnenburg von Ansje K. bezüglich Jugend

Sehr geehrter Herr Dr. Thomas-Sönke Kluth,

Ich komme vom Gymnasium Farmsen und besuche dort das Politikprofil.
Im Unterricht haben wir gerade das Thema Medien in der Demokratie, was mich dazu bewegt hat, Ihnen zu diesem, aber auch zu anderen Themen, ein paar Fragen zu stellen.

- Glauben Sie, dass die Medien in Deutschland zu mächtig sind? ( -> Nehmen die Medien zu viel Einfluss auf politische Entscheidungen?)

- Haben Sie das Gefühl, dass SIe oder Parteifreunde von Ihnen von den Medien unter Druck gesetzt zu werden?

- Nehmen die Medien zu viel Einfluss auf das Meinungsbild der Bürger, bzw. ist der Bürger noch fähig dazu, sich ein eigenes Bild zu machen, welches nicht von Medien "vorgekaut" wurde?

- Tragen Internetseiten wie abgeordnetenwatch.de zur Bekämpfung der Politikverdrossenheit bei?

Des weiteren habe ich noch Fragen zu Ihrer Partei, unabhängig von dem Thema Medien:

- Was hat Sie dazu bewegt, sich den Liberalen anzuschließen?

- Stehen sie voll und ganz hinter ihrer Partei, oder gibt es Streitpunkte, bei denen Sie sich mit ihren Parteifreunden der FDP uneins sind, und wenn ja, welche wären es?

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sei meine Fragen beantworten könnten

(Ich würde gerne anonym bleiben)

Frage von Ansje K. am
Thema
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 20 Minuten 39 Sekunden

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Fragen richten sich möglicherweise an Herrn Dr. Kluth. Dennoch beantworte ich sie wie folgt:

Medien haben in unserer modernen Demokratie eine sehr wichtige Aufgabe: Sie vermitteln Probleme wie z.B. die Euro-Krise oder den Klimawandel und berichten über die Diskussionen und Entscheidungen in der Politik. Kein Mensch kann selbst alle Informationen aufnehmen und bewerten. Durch diese Mittlerfunktion sind Medien natürlich mächtig: Was sie an Informationen nicht weitergeben, erfahren die meisten Menschen nicht. Und ihre Bewertungen haben einen erheblichen Einfluss auf die Meinung der Bürger.
Angesichts dieser Möglichkeiten ist von den Medien ein besonnenes Verhalten zu fordern: Sie sollten Information und eigene Meinung so weit wie möglich trennen und sie sollten ihre Aufgabe darin sehen, dem Bürger die unabhängige Bildung einer eigenen Meinung zu ermöglichen. Dieser Aufgabe werden die einzelnen Medien in unterschiedlichem Maße gerecht. Ein besonders negatives Beispiel ist m.E. die Hamburg-Ausgabe der taz, die sehr einseitig berichtet und kommentiert. Offenbar sollen die Vorurteile der Leser bedient und verstärkt werden.
Ich halte sehr viel von abgeordnetenwatch und bemühe mich deshalb um schnelle und gute Antworten.
Ich trete ein für den Vorrang der Person vor der Institution und entscheide mich im Zweifel für die Freiheit und gegen Vorschriften. M.E. greifen sowohl der Staat als auch große Unternehmen viel zu sehr in unser Leben ein. Deshalb bin ich seit 30 Jahren überzeugtes Mitglied der FDP. Ich stehe hinter fast allen Aussagen meiner Partei. Allerdings bin ich mit dem Verhalten der Bundes-FDP betr. die Euro-Krise nicht zufrieden und habe deshalb beim Mitgliederentscheid gegen den Antrag des Bundesvorstandes gestimmt.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Wieland Schinnenburg

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