Welche konkreten Maßnahmen plant das Land NRW, um Beschäftigte der Jugendämter bei Hausbesuchen und nach Bedrohungen oder Gewalt besser zu schützen und verbindliche Sicherheitsstandards einzuführen?
Sehr geehrte Frau Schäfer, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendämter übernehmen eine anspruchsvolle Aufgabe im Kinderschutz und treffen Entscheidungen, die bei Betroffenen zu Konflikten führen können. Immer wieder werden Fachkräfte beleidigt, bedroht oder sogar körperlich angegriffen. Der Vorfall in Stade hat die Diskussion über den Schutz von Beschäftigten erneut verstärkt und zeigt, dass Gewalt gegen Fachkräfte ernst genommen werden muss. Viele Beschäftigte wünschen sich verbindliche Sicherheitskonzepte für Hausbesuche, regelmäßige Gefährdungsanalysen, Deeskalationstrainings, ausreichende Personalausstattung sowie technische Schutzmaßnahmen und eine gute Nachsorge nach Bedrohungen oder Gewaltereignissen. Mich interessiert daher, welche konkreten Maßnahmen die Landesregierung Nordrhein-Westfalen plant, um die Sicherheit der Beschäftigten der Jugendämter nachhaltig zu verbessern und sie bei ihrer wichtigen Arbeit wirksam zu schützen.

