Warum haben Sie für die Nutzung von Ackerflächen für Photovoltaikanlagen gestimmt? Meines Erachtens würde das den Nachteil haben, dass es weniger Ackerflächen für den Anbau von Nahrungsmitteln gibt.
Damit wir erhalten, was uns erhält, ist es enorm wichtig, bei der Energiewende voranzukommen. Für das Gelingen der Energiewende ist der Ausbau aller Formen der Solarenergie entscheidend – dazu gehört ausdrücklich auch die Freiflächen-Photovoltaik.
Heute werden fast 10 % der landwirtschaftlichen Fläche für Energiepflanzen genutzt. Dabei erzeugt ein Hektar Freiflächen-PV etwa 30-mal mehr Strom als Energiemais für Biogas. Weniger Energiepflanzen und mehr Solarstrom bedeuten daher mehr Fläche für die Lebensmittelproduktion. Diesen Umstieg wollen wir vorantreiben.
Agri-Photovoltaik steht für eine „doppelte Ernte“: Strom- und Lebensmittelproduktion schließen sich nicht aus. Hochaufgeständerte Anlagen ermöglichen weiterhin Ackerbau, Photovoltaikmodule über Obstplantagen schützen Kulturen, und senkrechte PV-Anlagen lassen sich mit Beweidung kombinieren. Zahlreiche Praxisbeispiele und laufende Forschungsprojekte im Land belegen, dass dieses Konzept funktioniert.
Das werde ich weiterhin unterstützen.

