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Ulf Prange
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Frage von Jasmin S. •

Sehr geehrter Herr Prange, wie glauben Sie, sollen Ärzte ab 2027 realistisch mit den geplanten Budgetkürzungen umgehen?

Die stetig steigenden laufenden Kosten können ohnehin schon nicht auf den gesetzlich Versicherten Patienten umgelegt werden. Wenn uns da 12.000 pro Quartal fehlen (Schätzung der KV basierend auf Q4/25) ist es erst recht nicht mehr möglich eine adäquate Patientenversorgung aufrecht zu erhalten…

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Antwort von SPD

Sehr geehrte Frau S.,

vielen Dank für Ihre Frage. Ihre Sorge kann ich gut nachvollziehen. Die inzwischen beschlossenen Änderungen bei der Vergütung vertragsärztlicher Leistungen können gerade für fachärztliche Praxen zu erheblichen Einnahmeausfällen führen. 

Wenn notwendige Leistungen nicht mehr kostendeckend erbracht werden können, besteht die Gefahr, dass weniger Termine angeboten werden, Wartezeiten steigen oder Praxen ihr Leistungsangebot einschränken müssen. Das würde letztlich vor allem die Patientinnen und Patienten treffen. Auch die Kassenärztlichen Vereinigungen und die Kassenärztliche Bundesvereinigung haben vor entsprechenden Folgen für die ambulante Versorgung gewarnt.

Dass die Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung dauerhaft stabilisiert werden müssen, steht denke ich außer Frage. Dies darf jedoch nicht dazu führen, dass ambulante Versorgungsstrukturen geschwächt werden. Einsparungen müssen mit nachvollziehbaren Strukturreformen, einer besseren Patientensteuerung und einem wirksamen Abbau unnötiger Bürokratie verbunden werden. Nach meiner Auffassung reicht es nicht aus, den Praxen geringere finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen und ihnen anschließend die Verantwortung dafür zu überlassen, wie die Versorgung weiterhin aufrechterhalten werden soll.

Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die vertragsärztliche Vergütung werden, wie Sie wissen auf Bundesebene festgelegt. 

Ihre Nachricht habe ich an die gesundheitspolitisch Verantwortlichen auf Bundesebene weitergegeben. Entscheidend wird sein, die Folgen der Regelungen ab 2027 genau zu beobachten und bei erkennbaren Versorgungsproblemen schnell nachzusteuern.

Mit freundlichen Grüßen,

Ulf Prange

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