Thomas Erndl
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Frage von Melissa F. •

Stimmen Sie der Kürzung des Elterngeldes und den drei Pflichtmonaten zu? Oder setzen Sie sich gegen die Kürzung versteckt unter einer angeblichen Erhöhung ein?

Sehr geehrter Herr Erndl,
Bundesfamilienministerin Karin Prien plant, die Bezugsdauer des Elterngeldes von 14 auf 12 Monate zu verkürzen und drei Partnermonate vorzuschreiben.
Dadurch erhält der hauptsächlich betreuende Elternteil höchstens neun Monate Elterngeld. Für viele Familien entstehen so eine finanzielle Lücke und Probleme einen Kita-Platz zu finden. Zudem benachteiligt es stillende Mütter und Alleinerziehende.
Der Mindestbetrags wurde von 300 auf 330 € erhöht. Derzeit 14 Monate zu 300 € = 4.200 €. Geplant sind zwölf Monate zu 330 €, also nur 3.960 €. Familien erhalten insgesamt weniger Geld.
Eine solche Reform erhöht das Armutsrisiko von Familien ausgerechnet in einem Staat, der sich mehr Kinder wünscht. Zudem wurde die Inflation seit 2007 nicht ausgeglichen.
Werden Sie einer Verkürzung der Elterngeldbezugsdauer zustimmen? Oder sich dafür einsetzen, dass die bisherigen 14 Monate erhalten bleiben und das Elterngeld an die Inflation angepasst wird?

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