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Thomas Dietz
AfD
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Frage von Olaf M. •

Was bedeutet Ihnen der heutige Gedenktag, der 27. Januar, und wie können Sie diesen würdigen?

Sehr geehrter Herr Dietz,

heute, am 27. Januar, dem internationalen Gedenktag an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz, gedenken wir der über eine Million Menschen, die dort von Deutschen und ihren Kollaborateuren ermordet wurden – Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, Zeugen Jehovas, Homosexuelle, politische Gefangene, Widerstandskämpfer, kranke und behinderte Menschen sowie Millionen verschleppte Slawen und Zwangsarbeiter.

Vor diesem historischen Hintergrund möchte ich Sie fragen:

Wie gehen Sie als Repräsentantinnen und Repräsentanten einer Partei, deren Rhetorik und Geschichtsverständnis immer wieder in der Nähe von Relativierungen der Nazi-Verbrechen zu verorten ist, mit der Verantwortung um, an diesen Tag würdevoll und glaubwürdig zu erinnern?

Halten Sie es angesichts der von Ihrer Partei angeführten „Schuldkult“ und „erinnerungspolitische Wende“ ein ehrliches Gedenken an die Opfer des Holocaust für möglich? Wie halten Sie es persönlich?

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Antwort von AfD

Sehr geehrter Herr M.,

vielen Dank für die Frage. Wer mich und meine Vita kennt, der weiß, dass ich seit fast 20 Jahren zum Freundeskreis der Sächsischen Israelfreunde gehöre. Ich bin selbst zu Handwerkereinsätzen in Jerusalem gewesen und habe bei Holocaust-Überlebenden gemeinsam mit anderen Handwerkern Wohnungen (natürlich unentgeltlich) renoviert. In dieser Zeit bin ich mit den überlebenden Juden sehr eng und freundschaftlich in Kontakt gekommen. Wir haben lange Gespräche geführt und sie haben mir manchmal ihre Geschichte erzählt. Das werde ich nie vergessen. 

Ich bin mit Israel und dem jüdischen Volk stark verbunden und freue mich schon meine nächste Reise in dieses wunderbare Land, welches übrigens die einzige wirkliche Demokratie im Nahen Osten ist. Auch bei unseren AfD-Veranstaltungen und Kundgeben freue ich mich immer wieder mit Juden und Jüdinnen zusammenzutreffen, die sich in unserer Mitte gut aufgehoben und sicher fühlen. Im Gegensatz zu vielen Großstädten in Deutschland, wo Kippa tragen in bestimmten Stadtteilen ein unkalkulierbares Sicherheitsrisiko darstellt.

Ich hoffe Ihre Frage damit beantwortet zu haben. Ich muß diese Frage nicht mit Floskeln und Worthülsen beantworten, weil mein Handeln die Antworten gibt.

Den heutigen Gedenktag an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz, werde ich daher würdig und in Erinnerung begehen.

Weiterhin weise ich die in ihrer Frage angedeuteten Unterstellungen und falschen Behauptungen ganz klar und deutlich zurück.

 

 

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