In folge der Finanzmarkt Krise und zinsen unter 1% ist es zu einer gigantischen vermögensumverteilung gekommen. Die Immobilienpreise sind aufgebläht. Wie bekommen wir einen interessenausgleich hin? St
In folge der Finanzmarkt Krise und zinsen unter 1% ist es zu einer gigantischen vermögensumverteilung gekommen. Die Immobilienpreise sind aufgebläht. Wie bekommen wir einen interessenausgleich hin?
Staatsschulden krise hattte negative zinsen zur folge. Immobilien wurden aufhewertet wegen billiger finanzierungen. Wie sollen krisengewinne abgeschöpfz werden?
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Sie sprechen einen sehr wichtigen Punkt an. Die Niedrigzinspolitik nach der Finanzmarktkrise hat erhebliche Verwerfungen ausgelöst. Wer bereits Vermögen, Immobilien oder Zugang zu Kapital hatte, konnte von steigenden Vermögenspreisen profitieren. Wer dagegen zur Miete wohnt, spart oder erst Eigentum bilden wollte, wurde vielfach benachteiligt. Gerade junge Familien, Normalverdiener und Menschen mit kleinen Einkommen haben es heute deutlich schwerer, Wohneigentum zu erwerben.
Ein fairer Interessenausgleich muss aus unserer Sicht an mehreren Stellen ansetzen:
- Eigentumsbildung erleichtern
Wohneigentum darf nicht nur für Erben, Großinvestoren und Spitzenverdiener erreichbar sein. Der Staat sollte den Erwerb selbstgenutzten Wohneigentums erleichtern, etwa durch niedrigere Erwerbsnebenkosten, eine Entlastung bei der Grunderwerbsteuer und weniger Bürokratie beim Bauen. - Bauen wieder bezahlbar machen
Die stark gestiegenen Baukosten sind auch Folge überbordender Vorschriften, energetischer Auflagen und langwieriger Genehmigungsverfahren. Wer mehr bezahlbaren Wohnraum will, muss Bauen vereinfachen, Planungs- und Genehmigungszeiten verkürzen und unnötige Kostentreiber abbauen. - Sparer und Normalverdiener schützen
Über Jahre wurden klassische Sparer durch Null- und Niedrigzinsen faktisch enteignet, während Sachwerte stark im Preis stiegen. Eine Politik, die Preisstabilität ernst nimmt, solide Haushalte führt und Inflation nicht weiter anheizt, ist deshalb zentral für soziale Gerechtigkeit. - Spekulation begrenzen, aber Eigentum respektieren
Es geht nicht darum, private Eigentümer oder Vermieter pauschal zu bestrafen. Viele haben selbst hart gearbeitet oder fürs Alter vorgesorgt. Problematisch sind vor allem Spekulation, künstliche Verknappung, übermäßige Belastungen und eine Politik, die Wohnraum verteuert, statt ihn zu schaffen.
Kurz gesagt: Der Interessenausgleich gelingt, wenn wir Eigentumsbildung für normale Bürger wieder ermöglichen, Mieter durch mehr bezahlbaren Wohnraum entlasten, Sparer vor Inflation schützen und gleichzeitig private Eigentümer nicht durch immer neue Abgaben und Vorschriften überfordern.
