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Stefanie Bung
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Frage von Judith S. •

Kann angesichts der zu erwartenden Abrisskosten auf dem Areal des SEZ überhaupt jemals bezahlbarer Wohnraum entstehen?

Sehr geehrte Frau Bung,,

Kann angesichts der zu erwartenden Abrisskosten auf dem Areal des SEZ überhaupt jemals bezahlbarer Wohnraum entstehen, ohne weit mehr durch Steuergeld subventionieren zu müssen als an anderen Wohnungsbau-Standorten? Mit welchem zusätzlichen Förderaufwand gegenüber Sozialwohnungsbau an anderen Standorten kalkuliert die beauftragte Wohnungsbaugesellschaft Mitte (WBM) pro Quadratmeter?

Ich würde mich über eine schnelle Beantwortung meiner Fragen freuen!

Herzlichen Dank
J. S.

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Antwort von CDU

Sehr geehrte Frau S.,

vielen Dank für Ihre berechtigte Frage. Aus unserer Sicht muss man beim SEZ die Alternativen ehrlich vergleichen. Eine Sanierung wäre angesichts des baulichen Zustands, der seit Ende 2002 aufgegebenen öffentlichen Sportnutzung und der bereits vorhandenen Sportangebote im Umfeld – insbesondere Europasportpark und Velodrom – kaum wirtschaftlich darstellbar. Ein Abriss ohne anschließende Entwicklung würde ebenfalls hohe Kosten verursachen, ohne Wohnungen, Schule oder sonstigen dauerhaften öffentlichen Nutzen zu schaffen. 

Auch ein Verkauf wäre kein Königsweg. Das Land Berlin hat das Grundstück nach langem Rechtsstreit zurückerhalten und kann nun wieder selbst über die Entwicklung verfügen. Es ist stadtpolitisch sinnvoller, ein solches zentrales Areal nicht einfach dem Markt zu überlassen, sondern über ein landeseigenes Unternehmen gezielt für Wohnen, Schule und soziale Infrastruktur zu entwickeln. 

Deshalb ist es aus meiner Sicht richtig, den Standort über die WBM zu einem neuen Quartier mit geförderten Wohnungen, Schule sowie Frei- und Bewegungsflächen zu entwickeln. Auch wenn eine genaue Vergleichszahl zum zusätzlichen Förderaufwand pro Quadratmeter bislang nicht vorliegt, ist der eingeschlagene Weg gegenüber den realistischen Alternativen der vernünftigere. Wobei ein Teilerhalt einzelner Elemente durchaus prüfenswert ist.

Mit freundlichen Grüßen

Stefanie Bung

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