Stefan Möller
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Frage von Ann-Katrin W. •

Hat die AfD etwas gegen autistische Menschen?

Sehr geehrter Herr Möller,

ich bin eine selbstbestimmte Asperger Autistin ( Autismus Spektrums Störung ist mir zu ideologisch)-die sich bewusst gegen Zwangsinklusion entschieden hat und dagegen kämpft automatisch als "queer" schubladisiert zu werden.Ich sehne mich nach Grundordnung in diesem Land.Nun höre ich oft Ihre Partei würde Menschen wie mich auch ausschließen und nichts für uns tun.Wie stehen Sie dazu?

Stefan Möller
Antwort von AfD

Sehr geehrte Frau W.

natürlich schließen wir Menschen wie Sie nicht aus:

Ich habe selbst mit einem Kollegen zusammengearbeitet, der Autist ist. Mir ist bekannt, dass es hier ganz unterschiedliche Herausforderungen und Selbstverständnisse für betroffene Menschen gibt, weshalb schablonenhafte Einordnungen von Anfang an falsch wären. 

Wir sind der Meinung, dass Menschen mit besonderen Herausforderungen auch besonders vom Staat gefördert werden sollten – und zwar so, wie sie es selbst für richtig halten, nicht nach ideologischen Vorgaben. Das zeigt sich zum Beispiel im Bereich der Schulen:

Wir sind gegen Inklusion auf Zwang. Denn wegen der chronischen Unterfinanzierung und fehlendem Personal geht dies zulasten von Kindern, Eltern und Lehrern. Wenn Eltern beispielsweise gemeinsam mit ihrem autistischen oder behinderten Kind zur Überzeugung kommen, dass eine Beschulung an einer Förderschule der bessere Weg ist, möchten wir dies ohne die bisherigen Hürden und ideologische Barrieren ermöglichen. Das ist leider bisher nicht der Fall, worunter betroffene Kinder und Eltern sehr leiden können. Ich habe dazu selbst schon diverse Hilferufe erhalten.

Diese ablehnende Position der AfD zur Inklusion auf Zwang wird nach meiner Wahrnehmung von unseren politischen Gegnern häufig verzerrt und als „behindertenfeindlich" dargestellt. Genau das Gegenteil ist der Fall: Uns geht es um echte Wahlfreiheit statt erzwungener Konzepte – und das gilt für uns auch jenseits der Schule, etwa wenn Menschen nicht in gesellschaftliche Identitätskategorien gedrängt werden wollen.

Ansonsten treten wir für einen Staat ein, der klare, verlässliche Regeln setzt, Freiräume für individuelle Lebensentwürfe lässt und niemanden in ideologische Raster zwingt. Menschen wie Sie, die sich selbstbestimmt positionieren, schließen wir nicht aus – im Gegenteil, genau dieses Prinzip der Eigenverantwortung liegt unserer Politik zugrunde. Und darüber hinaus bieten wir Unterstützung für die Menschen an, die dies (noch) nicht können.

Mit freundlichen Grüßen
Stefan Möller

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