Warum verkennen Sie, dass es nicht um eine Prozentzahl geht, sondern um den indiv. Beitrag dahinter und dass die Erhöhung der Zuzahlungen auch den Euro-Betrag der 1%-Grenze verdoppelt?
Sehr geehrte Frau Abgeordete Borchardt,
vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Ich möchte jedoch betonen, dass Ihr Verweis auf die 1%-Belastungsgrenze an der Realität für einkommensschwache Chroniker vorbeigeht.
Es geht nicht um das prozentuale Konstrukt von 1 %, sondern um den konkreten Euro-Betrag, der dahintersteht – und dieser ist für jeden Menschen individuell. Für Menschen mit geringem Einkommen oder kleiner Rente bedeutet dieser Betrag ein tiefes Loch in der Haushaltskasse, das an anderer Stelle (etwa bei Miete oder Lebensunterhalt) fehlt
Ihre „Vorabbefreiung“ löst das Problem nicht: Das Kapital müsste im Januar auf einen Schlag da sein, was mit kleinem Budget unmöglich ist und bei Miete, Energiekosten und Lebensmitteln fehlt. Steigen Zuzahlungen massiv, ist Vorfinanzierung nicht realisierbar. Ich habe große Angst, mir meine Versorgung nicht mehr leisten zu können. Gesundheit ist kein Luxus und die GKV keine PKV. Die GKV ist für Einkommensschwache vorgesehen darf keine PKV werden.“

