Sehr geehrte Frau Borchardt, werden Sie als gesundheitspolitische Sprecherin der CDU die existenzgefährdenden Budgetierungen für die ambulante Psychotherapie zeitnah überdenken und zurücknehmen?
Als ausländischer Student aus Russland wende ich mich mit größter Sorge an Sie. Der durch das Beitragsstabilisierungsgesetz bedingte Wegfall des KZT-Zuschlags und die neuen Budgetierungen führen bereits jetzt zu Aufnahmestopps bei Therapeuten.
Diese Kürzungen haben potenziell lebensbedrohliche Konsequenzen. Nach schweren Krisen verdanke ich mein Leben der professionellen Psychotherapie und der Begleitung durch Antidepressiva. Gerade für Studierende ist eine verlässliche mentale Gesundheitsversorgung essenziell.
Dass diese lebensrettende Infrastruktur nun derart beschnitten wird – maßgeblich verantwortet durch Ihre Arbeit im Gesundheitsausschuss –, droht eine Zweiklassenmedizin zu etablieren. Mentale Gesundheitsversorgung darf kein Luxusgut werden. Die Gewährleistung psychotherapeutischer Hilfe darf unter keinen Umständen vom finanziellen Status abhängen. Ich bitte Sie dringend, diese fatalen Kürzungen zu stoppen.

