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Sepp Müller
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Frage von Patrick K. •

Wie passt die pauschale Absage an „rechts“ zum Anspruch auf Glaubwürdigkeit, wenn die Union als bürgerlich-konservative Kraft selbst historisch und politikwissenschaftlich rechts der Mitte steht?

Sehr geehrter Herr Müller,

in Ihren jüngsten Medienauftritten betonten Sie mehrfach, wie essenziell „Glaubwürdigkeit“ für die CDU sei, und verwiesen beim Unvereinbarkeitsbeschluss darauf, man arbeite „weder mit links noch mit rechts“ zusammen.

Der offizielle Beschluss von 2018 schließt jedoch explizit Koalitionen mit der Partei Die Linke sowie der AfD aus, nicht das demokratisch-konservative Spektrum „rechts der Mitte“, in dem sich die Union seit Gründung selbst verortet (vgl. F. J. Strauß).

Wer das Wort „rechts“ pauschal mit Extremismus gleichsetzt und zur Tabuzone erklärt, delegitimiert nicht nur konservative Wähler, sondern auch das eigene Profil. Nach schwierigen Wahlergebnissen wirkt diese sprachliche Unschärfe auf viele wie eine Flucht vor handlungsfähigen Mehrheiten.

Wie wollen Sie das Vertrauen konservativer Wähler zurückgewinnen, wenn Sie den eigenen Standort als Ausschlusskriterium formulieren, statt klar zwischen demokratischem Konservatismus und Extremismus zu trennen?

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