Roderich Kiesewetter
CDU

Frage an Roderich Kiesewetter von Enys Oyrpufpuzvqg bezüglich Arbeit und Beschäftigung

13. Januar 2020 - 20:34

Ist es seitens des Innenministeriums wirklich ernst gemeint, dass Passbilder demnächst nur noch über die "Meldebehörden" angefertigt werden dürfen? Nimmt man seitens der Regierung in Kauf, beim Sterben von Fotostudios mit all seinen wirtschaftlichen Folgen für die betroffenen Unternehmen, Öl ins Feuer zu gießen? Bitte nicht auf die möglichen Manipulationen verweisen, die seit mehr als 10 Jahren möglich sind und in anderen Fällen mit sehr viel Zeit behandelt worden (Abgasmanipulation, CumEx-Geschäfte, etc.) Will das Innenministeriums in der Tat, dass Personen mit Hautproblemen (Pickel, etc.), alte Menschen mit unansehnlichen Ausweisbildern für die ihnen verbleibenden Jahre mit häßlichen Bildern aus Automaten in Ihren Pässen und Personalausweisen ausgestattet sind? Herzliche Grüße Enys Oyrpufpuzvqg

P.S. Gibt es irgendwelche engen Kontakte vom Innenministerium zu Automatenherstellern?

Frage von Enys Oyrpufpuzvqg
Antwort von Roderich Kiesewetter
14. Januar 2020 - 17:35
Zeit bis zur Antwort: 21 Stunden

Sehr geehrter Herr Oyrpufpuzvqg,

vielen Dank für Ihre Nachricht. Ich glaube nicht, daß man dem Bestreben des Innnenministeriums schlechte Absichten unterstellen kann, sondern es geht um mehr Sicherheit. Hintergrund ist die mittlerweile technisch mögliche Manipulation der Lichtbilder durch das sogenannte „Morphing“ – das Verschmelzen von mehreren Gesichtsbildern zu einem einzigen Gesamtbild. Daneben lässt sich beispielsweise auch eine Vereinfachung für die Bürger (keine Beibringung gesondert beschaffter Fotos mehr nötig, also nur ein "Gang" notwendig) und für die Ämter (kein Bürokratieaufwand bei Zweifeln an der Echtheit/Alter/nicht vorschriftsmäßigen Fotos mehr, kein Einscannen vor Ort mehr) anführen. Natürlich gibt es aber auch Gründe, die gegen eine entsprechende Änderung sprechen könnten.

Der Gesetzesentwurf befindet sich zurzeit in der Länder- und Verbändebeteiligung. In diesem Rahmen wurde unter anderem mehreren Fotografenverbänden Gelegenheit zur Stellungnahme bis Ende Januar 2020 gegeben. Wie üblich wird das Innenministerium die Stellungnahmen bewerten und ggf. Änderungen am Gesetzesentwurf vornehmen.

Herzliche Grüße
Roderich Kiesewetter