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Peter Römmele
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Frage an Peter Römmele von Monique S. bezüglich Raumordnung, Bau- und Wohnungswesen

Hallo Herr Römmele,

ich wohne wie Sie in Duisburg. Mich interessiert es sehr, wie Sie zum geplanten DOC, der Siedlung am Zinkhüttenplatz, Loveparade aber auch zur Finanzierung von sozialem Wohnraum stehen.
Konkret ist die Mietentwicklung ein Problem, dem viele Familien, ältere und arme Menschen mit wachsender Sorge entgegenblicken. Finanzielle Belastungen steigen: Steuer-, Miet-, Strompreis-, Schulgeld-, Fahrpreiserhöhungen usw. usf. nur um einnige zu benennen. Die Lohnentwicklung, Teilzeitlöhne, Renten usw. gehen überhaupt Schritt mit diesen Entwicklungen.
Was müssen wir Ihrer Meinung tun, das sich das Einkommen der Menschen ändert? Was schlagen Sie vor wer Verantwortung über diese Entwicklungen der Gesellschaft nehmen muß?

Danke Vorab für die Beantwortung der Fragen.
Monique S.

Frage von Monique S. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 1 Tag 7 Stunden

Hallo Frau S.,

vielen Dank für ihre sehr umfassende Frage, ich wohne und lebe sehr gerne im Duisburger Norden. Wir haben hier zwar in der Regel noch relativ niedrige Mieten, aber gerade die großen Wohnungsgesellschaften schauben die Preisschraube stetig nach oben. Das führt auch hier in meiner Nachbarschaft dazu, dass sich z.b. Teilzeitbeschäftigte oder HartzIV Betroffene die Mieten nicht mehr leisten können. Das ist ein Skandal in dieser Gesellschaft.

Die Siedlung am Zinkhüttenplatz wird jetzt nach dem jahrelangen Kampf der Anwohner u.a. unterstützt von der Wohngebietsgruppe der MLPD erhalten und wieder ausgebaut und vermietet. Ein Super Erfolg. Herzlichen Glückwunsch.

Das geplante DOC lehne ich ab. Es würde die Innenstadt weiter veröden, und schafft wenn überhaupt Niedriglohn-Arbeitsplätze, die dafür in der Innenstadt verloren gehen.

Der soziale Wohnungsbau muss dringend ausgebaut werden. Dazu müsste auch gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaften in öffentlicher hand wieder zugelassen und gefördert werden, statt auch das Wohnen als Ware zu vermarkten. Das ist nämlich das eigentliche Problem, die Profitorientierung der Gesellschaft. Wir sagen dazu staatsmonopolistischer Kapitalismus, weil die Internationalen Monopole die Alleinherrschaft haben und erwarten, dass die ganze Gesellschaft nach ihrer Pfeife tanzt. Siehe das Autokartell.

Für die Fragen der Löhne und Arbeitsbedingungen muss die Gewerkschaftliche Organisation und Aktivität gehoben werden. Die Gewerkschaften wieder Kampforganisationen zur Verbesserung der Lohn und Arbeitsbedingungen werden. Zusätzlich die Finanzierung der Sozialsysteme umgestellt, statt Löhne und Gehälter müssten die Umsätze der Unternehmen besteuert werden. Das wäre eine echte Lohnerhöhung für Arbeiter und Angestellte und Entlastung für Klein und Mittelbetriebe.

Wer soll Verantwortung übernehmen? Mein Motto ist: Arbeiter in die Politik. Wir müssen selbst Verantwortung übernehmen, dürfen uns nicht von anderen abhängig machen unseren eigenen Kopf gebrauchen.

Herzliche Grüße

Peter Römmele