Guten Tag Herr Aumer, ich erkenne in Ihrer Antwort vom 17.04, dass gängige mediale Narrativ wieder und bin enttäuscht. Vertritt die Union noch konsequent die traditionelle Familie und Leistungsträger?
Insbesondere die Diskussion um die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze sowie mögliche Einschränkungen bzw. Belastungsverschiebungen in der Familienversicherung wirken aus meiner Sicht als Abkehr von dieser Linie. Beides bedeutet für viele Haushalte eine spürbare und dauerhafte Mehrbelastung.
Vor allem vor dem Hintergrund rekordhoher Steuereinnahmen stellt sich für mich die Frage, warum zusätzliche Belastungen überhaupt notwendig erscheinen.
Vertrauen entsteht im Alltag – auf dem Lohnzettel und in der Absicherung der Familie. Genau dort wird dieser Vertrauensbruch Monat für Monat sichtbar und prägt die politische Wahrnehmung nachhaltig.
Der Eindruck entsteht, dass sich die Union damit zunehmend der SPD anbiedert und ihre eigene Wählerbasis ignoriert. Vertrauen, das einmal im Alltag – insbesondere auf dem Lohnzettel – verloren geht, lässt sich nicht zurückgewinnen und führt erfahrungsgemäß eher zu einem dauerhaften Verlust der Wähler, was man am Beispiel der SPD als Arbeiterpartei sah.

