Wie können Sie ein verpflichtendes Rentensplitting für Ehepaare gerecht gestalten wenn ein großer Altersunterschied besteht oder Erwerbsbiographien nicht linear oder konstant verlaufen?
Zur Debatte steht ein verpflichtendes Rentensplitting für Ehepaare. Angeblich soll die schlechter verdienende Frau damit besser gestellt werden im Rentenalter. Zu bedenken ist aber, dass der derjenige, der in der Ehe mehr Rentenpunkte sammelt, nicht zwangsläufig am Ende seines Erwerbslebens auch die bessere Rente bekommt. Gründe dafür können ein Altersunterschied von 10 bis 15 Jahren zwischen den Ehepartnern sein, gepaart mit einer späten Eheschließung mit 40 Jahren oder später. Zudem hat die Frau vor der Ehe lange schlecht verdient trotz Vollzeit und erst mit über 40 Jahren dann ein gutes Gehalt erzielt dank Betriebszugehörigkeit und Tariferhöhungen. Und der ältere Ehemann hat vor seiner Ehe schon super verdient, sammelt dann aber innerhalb der späten Ehe nun weniger Rentenpunkte als seine jüngere Frau, weil er mit 58 nur noch 9 Jahre arbeitet bis zur Rente und seine Frau ca. 15 Jahre länger arbeitet. Dann muss die Frau noch Rentenpunkte abgeben trotz schlechterer Rente! Wie absurd!

