Wann soll die Rente für langjährig Versicherte von 63 auf 64 Jahren erhöht werden ?
Sehr geehrter Herr Reddig,
ich bin Jahrgang 60 Jahre alt, arbeite seit 1983 und habe fest eingeplant mit 63 Jahren (01.06.2029) mit Abschlägen in Rente zu gehen (46 Jahre im Berufsleben sind aus meiner Sicht dann auch ausreichend !).
Die Beschlüsse zur Abschaffung der Rente mit 63 haben mich erschrocken ! Ich finde es sollten aber zumindest längere Übergangsfristen von mindestens 5 Jahre geben und die Erhöhung auch schrittweise eingeführt werden. Außerdem sollte die Lebensarbeitszeit berücksichtigt werden. Man sollte nämlich unterscheiden, ob jemand erst wegen eines Studiums etc. mit Mitte 20 oder sogar erst mit 30 ins Berufsleben einsteigt, oder bereits mit 16 Jahren ins Berufsleben einsteigt und Beiträge entrichtet. Leider sieht das die Rentenkommission anders. Nun zu meiner Frage: wann soll ihrer Meinung nach die Erhöhung von 63 auf 64 Jahren eingeführt werden ? (in welchem Jahr ?) Und soll das schrittweise erfolgen ? Für eine Rückmeldung im Voraus vielen Dank !
Sehr geehrter Herr S.,
vielen Dank für Ihre Nachricht.
Nur die abschlagsfreie Frührente ("Rente für besonders langjährig Versicherte") soll beendet werden. Frührenten mit Abschlägen ("Rente für langjährig Versicherte" nach 35 Beitragsjahren) bleiben bestehen. Auch erhöht sich hier der Abschlag nicht. Jedoch soll die Altersgrenze für diese Rentenart (bisher 63 Jahre) zeitnah auf 64 Jahre angehoben werden und danach parallel zur Anhebung der Regelaltersgrenze steigen (also ca. 6 Monate innerhalb von 10 Jahren). Wann genau die Anhebung von 63 auf 64 Jahre stattfindet, wird sich in der zweiten Jahreshälfte im Gesetzgebungsverfahren zeigen.
Die Kommission empfiehlt eine zeitnahe Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen. Zugleich ist sie sich der Bedeutung eines angemessenen Vertrauensschutzes bewusst. Die nähere Ausgestaltung von Übergangsregelungen bleibt dem Gesetzgebungsverfahren vorbehalten.
Mit freundlichen Grüßen
Pascal Reddig

