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Pascal Reddig
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Frage von Bastian E. •

Rente: Halten Sie diese Lastenverteilung für generationen- und leistungsgerecht?

Sehr geehrter Herr Reddig,

die Rentenkommission hat diese Woche 33 Empfehlungen für eine generationengerechte und langfristig tragfähige Alterssicherung vorgelegt. Gleichzeitig sollen nach den Vorschlägen die Lebensarbeitszeit steigen und zusätzliche Beiträge für die Kapitalrente gezahlt werden. Warum werden damit vor allem Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusätzlich belastet, während hohe Kapital- und Vermögenseinkommen weiterhin kaum zur Finanzierung der Alterssicherung beitragen?

Nach den bekannt gewordenen Empfehlungen sollen zwar künftig Selbstständige und teilweise auch Politiker stärker einbezogen werden, bei Beamten bleibt die Umsetzung jedoch unklar. Warum wird die Einbeziehung von Beamten in ein gemeinsames Alterssicherungssystem nicht konsequenter verfolgt, obwohl Länder wie Österreich zeigen, dass eine deutlich breitere Beteiligung möglich ist?

Wie soll ohne eine gleichmäßigere Beteiligung aller Berufsgruppen das Ziel der Generationengerechtigkeit erreicht werden?

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Antwort von CDU

Lieber Herr E., 

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Die gesetzliche Rentenversicherung dient in erster Linie dazu, wegfallendes Erwerbseinkommen im Alter, bei Erwerbsminderung oder Tod abzusichern. Deshalb orientieren sich Beiträge an Arbeitsentgelten. Eine Einbeziehung von Kapital-, Miet- oder Pachteinkünften würde diesem Versicherungsprinzip widersprechen und langfristig keine finanzielle Entlastung bringen, da höhere Beiträge auch zu höheren Rentenansprüchen führen würden. Hinzu kämen negative Auswirkungen auf die Anreize zum privaten Vermögensaufbau und zur ergänzenden Altersvorsorge.

Die Alterssicherungskommission befürwortet langfristig die Einbeziehung von Beamten in eine Erwerbstätigenversicherung, sieht deren kurzfristige Umsetzung jedoch aufgrund verfassungsrechtlicher, föderaler und finanzieller Hürden als kurzfristig schwer umsetzbar an. Sie empfiehlt daher kurzfristig umsetzbare Reformen der Beamtenversorgung, etwa die wirkungsgleiche Übertragung von Rentenreformen, eine Beschränkung der Verbeamtung auf hoheitliche Kernaufgaben, verbindliche Pensionsrücklagen sowie längere Wartezeiten für eine Versorgung nach dem letzten Amt.

Der Nachhaltigkeitsfaktor wird gestärkt, sodass die demografisch bedingten Kosten gerechter zwischen den Generationen verteilt werden. Ergänzend sorgt eine individuelle Kapitalrente langfristig für höhere Alterseinkommen: Die Beiträge fließen dabei nicht in das Umlageverfahren, sondern werden auf persönlichen Kapitalkonten angelegt und renditeorientiert investiert. Davon profitiert v.a. auch die junge Generation. 
 

Mit freundlichen Grüßen

Pascal Reddig

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