Wie vereinbaren Sie den Neutralitätsanspruch der AfD mit der Ablehnung anderer Familienmodelle und wie lässt sich Neutralität definieren?
Sehr geehrter Herr Kirchner,
im Wahlprogramm der AfD Sachsen-Anhalt wird von „staatlicher Frühsexualisierung“ gesprochen und zugleich ein traditionelles Familienbild als gesellschaftliche Normalform hervorgehoben. Andere Lebens- und Familienmodelle werden dabei kritisch dargestellt.
Daher möchte ich Sie fragen:
Wie vereinbaren Sie persönlich den Anspruch politischer Neutralität mit der deutlichen Wertung bestimmter Familien- und Lebensformen? Und wie bewerten Sie diese Positionen Ihrer Partei vor dem Hintergrund, dass mit Alice Weidel eine prominente AfD-Politikerin selbst in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft lebt?
Sie hatten auf eine frühere Frage geantwortet, dass Sie sich mit diesem Themengebiet nicht näher beschäftigen. Dennoch würde mich Ihre persönliche Haltung als Mitglied und Vertreter der AfD interessieren.
Wir sind eine politische Partei mit einem Regierungsprogramm. Inwiefern Sie dort eine Neutralität wem gegenüber auch immer hineininterpretieren, kann ich nicht nachvollziehen. Weiterhin behaupten Sie, wir stehen anderen Familien- und Lebensmodellen als dem klassischen traditionellen Familienbild kritisch gegenüber. Das stimmt so nicht. Für uns kann jeder so leben wie er möchte. Wir fördern jedoch das klassische Familienmodell bestehend aus Mutter, Vater und Kindern, weil sich ein Fortleben unserer Gesellschaft nunmal aus Kindern speist, und wir die demographische Lage in Deutschland verbessern wollen, damit das Sozialsystem erhalten bleibt und auch das Rentensystem somit stabilisiert wird. Zum Thema Frühsexualisierung gibt es ja nun genug öffentlich einsehbare Beispiele, wie man Kinder versucht in der Schule, oder sogar schon im Kindergarten zu ideologisieren. Erwähnt sei das Beispiel der Homosexuellen Pornos in Ostsachsen in einer neunten Klasse, oder z.B. Frühsexualisierungskoffer in Kindergärten. Weiterhin habe ich auch nicht zu einer früheren Frage geantwortet, mich mit einem Thema nicht richtig beschäftigt zu haben. Vielmehr habe ich auf die Frage nach einem Kapitel zu unserem Regierungsprogramm geantwortet, dass ich zwei andere Kapitel im Programm geschrieben habe und es besser wäre, den Kollegen anzuschreiben, der das Kapitel geschrieben hat, auf das sich ihre Frage bezog. Mit freundlichen Grüßen, Oliver Kirchner
Hier die Links zu den Ausfhrungen von mir.
https://www.welt.de/vermischtes/article69de147c7ca313ddf113a097/sachsen-theater-mitarbeiter-sollen-neuntklaesslern-pornos-gezeigt-haben.html
https://www.welt.de/vermischtes/article175178669/Projekt-Kita-Koffer-Wir-wollen-den-Normalitaetsbegriff-ein-Stueck-weit-hinterfragen.html

