Werden Sie sich für eine nachhaltige psychotherapeutische Versorgung und gegen die Budgetierung von Psychotherapie einsetzen?
Sehr geehrte Frau Seitz,
obwohl es klare Empfehlungen GEGEN eine Budgetierung psychotherapeutischer Leistungen gab, soll der Gesundheitsausschuss nun hierüber entscheiden. Eine Abwägung, die aus gesamtgesellschaftlicher, ökonomischer und sozialer Sicht nur gegen die Budgetierung bisher extrabudgetärer psychotherapeutischer Leistungen ausfallen kann. Alles andere würde zu einer drastischen Verschlechterung der psychotherapeutischen Versorgung und langfristig zu einem deutlichen Anstieg an Folgekosten (Krankenzeiten, stationäre Aufenthalte, Erwerbsunfähigkeitsberentungen, Anstieg psychisch kranker Kinder und Jugendlicher mit entsprechend eingeschränkter Leistungsfähigkeit als zukünftige Rentensicherer, etc.) führen.
Daher bitte ich Sie, sich für eine gute und nachhaltige psychotherapeutische Versorgung einzusetzen.
Mit freundlichen Grüßen
Karin F.
Sehr geehrte Frau F.,
vielen Dank für Ihre Frage.
Gerne möchte ich Ihnen kurz antworten. Schauen Sie auch gerne in die vorherige Frage, die thematisch Ihrer sehr nah ist.
Vor allem möchte ich darauf hinweisen, dass der Kabinettsentwurf zum Beitragsstabilisierungsgesetz erst in der vergangenen Woche das Kabinett passiert hat. Das parlamentarische Verfahren läuft gerade erst an, in dem alle Punkte auch nochmal debattiert werden können. Die gesetzliche Krankenversicherung sieht sich insgesamt mit erheblichen finanziellen Herausforderungen konfrontiert. Vor diesem Hintergrund zielen die aktuellen Überlegungen darauf ab, die Ausgabenentwicklung besser zu steuern und die Finanzierbarkeit des Systems langfristig zu sichern.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre
Nora Seitz MdB

