Netzausbau: Öffentliches oder privates Eigenkapital?
Sehr geehrte Frau Scheer,
für den Ausbau der Stromnetze werden bis 2045 rund 650 Mrd. Euro benötigt, ein erheblicher Teil davon als zusätzliches Eigenkapital der Netzbetreiber. In der Anhörung zum Bundesbedarfsplangesetz hat der Sachverständige Patrick Kaczmarczyk beziffert, dass privates Eigenkapital die Stromkunden gegenüber öffentlichem Eigenkapital bis 2037 mit rund 110 Mrd. Euro zusätzlich belasten würde. Grundlage ist die IMK-Studie 98/2025.
Gleichzeitig plant die Bundesregierung mit KfW und Deutschlandfonds einen „Private Investor Pool“ zur Einbindung privater Finanzinvestoren.
Meine Fragen:
1. Unterstützt die SPD-Fraktion öffentliche Eigenkapitalbeteiligungen, etwa über die KfW, als Alternative zu privatem Eigenkapital bei Übertragungs- und Verteilnetzen?
2. Welche Bedingungen, etwa zu Rendite, Mehrheitsverhältnissen und Transparenz, sollen aus Sicht der SPD für den „Private Investor Pool“ gelten?

