Frage an Melanie Huml von Jvysevrq Zrvßare bezüglich Familie

11. Mai 2017 - 08:56

Sehr geehrte Frau Huml,

der Bayerische Rundfunk macht gerade Werbung für einen "Revolution Train", der als "Anti-Drogen-Zug" aus Tschechien herüberkommt.
Es handele sich um ein "Drogenpräventionsprojekt des Stiftungsfonds Neues Tschechien", das "im Zuge der deutsch-tschechischen Zusammenarbeit entstanden" und "momentan auf der Suche nach Partnerstädten und Schulen, auch in Deutschland", sei.(1).
Unser Landrat Wolfram rief zusammen mit unserer "Jugendschützerin" zur Geldsammlung auf (2).

Meine Fragen an Sie:
1.) Ist bekannt, ob das Gesundheitsministerium des Freistaats Bayern eine Evaluation des Projekts durchgeführt hat und was dabei ggf. herauskam?
2.) Halten Sie dieses Projekt für humanwissenschftlich seriös begründet?
3.) Haben Sie eine Vorstellung von der Gesellschaft nach der "Revolution" durch das "Präventions-Projekt"?
4.) Stimmt es denn, daß pseudowisenschaftliche Heils- / Präventionsversprechen auch von Scientology-"Projekten" bzw. Tarnfirmen gemacht wurden und werden, deren wahrer Primärzweck die Kunden- und Agenten- Anwerbung -und gerade nicht das Wohl der Jugendlichen- ist?

Für die Übersendung von Literaturhinweisen -so vorhanden- wäre ich dankbar, weil der Netzauftritt der von OTZ wie BR beworbenen Firma solche Informationen nicht bereithält.

Mit freundlichen Grüßen
Dipl. med. Wilfried Meißner
Facharzt für Anatomie, Psychiatrie und Psychotherapie a.D.
Anti-Korruption . Reformation 2014 e.V.

1) http://www.br.de/nachrichten/oberfranken/inhalt/revolution-train-drogen…
2) http://saalfeld.otz.de/web/saalfeld/startseite/detail/-/specific/Jugend…

Frage von Jvysevrq Zrvßare
Antwort von Melanie Huml
18. September 2017 - 10:57
Zeit bis zur Antwort: 4 Monate 1 Woche

Sehr geehrter Herr Meißner,

der Revolution Train wird von den Expertinnen und Experten der Suchtbekämpfung unterschiedlich beurteilt. Dabei überwiegt jedoch die Auffassung, dass er die Angebote der Suchtprävention grundsätzlich bereichern kann.

Mit freundlichen Grüßen

Melanie Huml, MdL