Wieso wird die Übertragung der Ergebnisse der Tarifverhandlungen des TV-L auf die Beamten – entgegen dem Koalitionsvertrag – in Frage gestellt?
Sehr geehrter Herr Dr. Brunnhuber,
die Bayerische Staatsregierung hat in einer Pressemitteilung angekündigt, das Ergebnis der Tarifverhandlungen des TV-L ggf. nur noch mit einer Verzögerung von sechs Monaten auf die Beamten zu übertragen.
Aus meiner Sicht ist dies ein Zeichen von Missachtung gegenüber Beamten und widerspricht dem aktuellen Koalitionsvertrag (2023-2028; S. 49), laut dem die CSU und die FW auch weiterhin zu einer zeitgleichen und systemgerechten Übertragung des Tarifergebnisses auf Beamte stehen.
Auch sehe ich die Gefahr, dass die Besoldung schleichend an Kaufkraft verliert und nicht mehr amtsangemessen ist, wenn keine zeit- und systemgleiche Übertragung erfolgt (5,8 % auf 27 Monate deckt meines Erachtens knapp die Inflation ab).
Quellen: https://www.stmfh.bayern.de/internet/stmf/aktuelles/pressemitteilungen/26167/
https://www.dbb.de/artikel/doppelhaushalt-auf-kosten-des-oeffentlichen-dienstes.html
https://www.bayern.de/staatsregierung/koalitionsvertrag-2023-2028/

