Frage an Martin Bachhuber von Erar Cnemvatre bezüglich Finanzen

10. August 2013 - 10:44

hallo Martin findest du die Rentenerhöhung im westen nicht traurig, bei so einem Betrag soll man es doch gleich bleiben lassen
Gratuliere zum Löwen Sieg aber es wird mit dem aufstieg nichts werden.
Viel Glück bei den Wahlen am 15.

Frage von Erar Cnemvatre
Antwort von Martin Bachhuber
12. August 2013 - 14:52
Zeit bis zur Antwort: 2 Tage 4 Stunden

Lieber René,

zunächst einmal vielen Dank für die Glückwünsche zum Löwen-Sieg. Also ehrlich gesagt: Ich habe nicht damit gerechnet, dass wir nach drei Spielen schon sechs Punkte haben. Vor allem St. Pauli und Düsseldorf sind schon zwei Brocken, da kann man gut und gerne auch verlieren. Und Du Weißt ja: der FSV Frankfurt war schon immer unser Angstgegner.

Die sechs Punkte nach 3 Spielen stimmen mich nicht euphorisch, aber dennoch zuversichtlich. Jetzt rechnen wir heuer ausnahmsweise einmal nicht mit dem Aufstieg, vielleicht klappt er dann…. Hoffen kostet ja nix.

Vielen Dank auch für Deine guten Wünsche für den 15. September - wir müssen jetzt noch vier Wochen die Ärmel aufkrempeln und dann sehen, ob die Wählerinnen und Wähler unsere Arbeit auch honorieren. Ich denke, dass sich unsere Bilanz durchaus sehen lassen kann.

Wegen der Rente ist es natürlich schon ein wenig unbefriedigend, wenn in diesem Jahr in den alten Bundesländern nur eine Erhöhung von 0,25 Prozent herausspringt.

Der Hintergrund für dieses sehr geringen Anstieg ist folgender:
Die Löhne in Westdeutschland sind in den Jahren 2011 und 2012 weniger gestiegen. Zudem wirkt hier noch die Rentengarantie von 2010 nach. Diese seinerzeit unterbliebene Rentenkürzung muss nun im Sinne der Generationengerechtigkeit nachgeholt werden. In den alten Ländern müssen noch 0,71 Prozent abgebaut werden. Deshalb wird die rein rechnerisch mögliche Rentenerhöhung halbiert und beträgt 0,25 Prozent.
Dies kann einen westdeutschen Rentner natürlich nicht allzu freudig stimmen, allerdings darf man die Realität nicht verkennen: Für die Rente kann nur das vom Staat ausgegeben werden, was er über die Beiträge der Arbeitnehmer auch einnimmt. Und das wird auf lange Sicht angesichts des demographischen Wandels auch nicht mehr werden - die Arbeitnehmer werden weniger, die Rentner werden mehr.
Gerade deshalb ist es so wichtig, dass heute jeder sich nicht mehr nur auf die gesetzliche Rente verlässt, sondern darüber hinaus auch noch privat vorsorgt.
Der Gesetzgeber hat darüber hinaus eine Schutzklausel erlassen, die eine Rentenkürzung verhindert, wie es sie im Jahr 2010 aufgrund des sinkenden Lohnniveaus eigentlich hätte geben müssen.
Aber die Renten blieben Dank der Garantie stabil. Außerdem setzte die Bundesregierung in den Jahren 2008 und 2009 den Riester-Faktor aus. Die Rentenerhöhungen waren deshalb 2008 und 2009 um jeweils 0,65 Prozentpunkte höher.
Die ausgesetzten Erhöhungen des Riester-Faktors wurden bei der Rentenanpassung 2012 und 2013 nachgeholt - deshalb die bescheidenden 0,25 Prozent.
Beste Grüße und sempre, sempre 1860

Martin Bachhuber, MdL