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Marie Kollenrott
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Frage von Enes A. •

Wie stellen Sie sicher, dass beim Ausbau erneuerbarer Energien auch soziale Aspekte berücksichtigt werden – etwa, dass Menschen in ländlichen Regionen nicht überfordert werden durch Kosten oder Veränderungen?

Im Namen meiner Schulklasse habe ich eine Frage zu erneuerbaren Energie

Wie stellen Sie sicher, dass beim Ausbau erneuerbarer Energien auch soziale Aspekte berücksichtigt werden – etwa, dass Menschen in ländlichen Regionen nicht überfordert werden durch Kosten oder Veränderungen?

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Antwort von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Danke für Eure Frage! Damit der Ausbau von Wind- und Solarenergie fair bleibt, gelten in Niedersachsen das Windgesetz und das Beteiligungsgesetz. Sie sorgen dafür, dass Gemeinden und Anwohner*innen im Umkreis von 2,5 km direkt von Windrädern und Freiflächen-Photovoltaik profitieren.

Gemeinden bekommen 0,2 Cent pro kWh, das sind etwa 30.000 Euro pro Windrad im Jahr. Dieses Geld muss vor allem für Projekte vor Ort eingesetzt werden, z. B. für Jugend-, Klima- oder Kulturangebote.

Anwohner*innen erhalten zusätzlich 0,1 Cent pro kWh, z. B. über Direktzahlungen, günstigere Strompreise oder Beteiligungsmodelle. Das sind rund 15.000 Euro pro Windrad im Jahr, die direkt an die Menschen fließen können.

Insgesamt bleiben so 0,3 Cent pro erzeugter kWh in der Region. Damit stellen wir sicher, dass Klimaschutz nicht zur Belastung wird, sondern auch Vorteile für ländliche Räume schafft.

Zudem haben wir uns auf eine solidarische Flächenverteilung geeinigt. Das bedeutet: Jeder Landkreis muss maximal 4% seiner Fläche für Windenergie ausweisen. So schöpfen wir Potentiale gemeinsam aus und stärken Akzeptanz für eine klimaneutrale, sichere und zukunftsfähige Energiebeschaffung.

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