Die akt. Gesundheitsreform reduziert durch die Kürzungen u. die Budgetierung den Zugang zu Psychotherapie. Wie soll Deutschland wirtschaftlich auf die Beine kommen, wenn Menschen krank bleiben müssen?
Wer das solidarische Gesundheitssystem erhalten will, muss jetzt die Strukturen verändern und darf notwendige Entscheidungen nicht weiter vertagen. Denn viele Menschen erleben im Versorgungsalltag spürbare Probleme – lange Wartezeiten, eingeschränkte Terminverfügbarkeit und regionale Versorgungsengpässe. Wir brauchen daher jetzt den Mut, die vorhandenen Ressourcen im Gesundheitswesen endlich konsequent und effizient einzusetzen. Dabei reicht es nicht, nur an einzelnen Stellschrauben zu drehen. Wir müssen die Zuwächse von Preisen und Vergütungen an die Entwicklung der Einnahmen koppeln, den Nutzen und die Effektivität von Leistungen stärken, Anreize besser setzen, Doppelstrukturen abbauen und Bürokratie zurückdrängen. Unser Ziel ist kein kurzfristiges Sparprogramm, sondern ein nachhaltiger Kulturwandel, der Beitragszahler entlastet und die Versorgung zukunftsfest macht.

