Portrait von Klaus Schüle
Klaus Schüle
CDU

Frage an Klaus Schüle von Rin Fgrtra bezüglich Gesellschaftspolitik, soziale Gruppen

01. März 2011 - 09:46

Sehr geehrte Herr Dr. Schüle,

Ein ehemaliges CDU-Mitglied bezeichnet Tschernobyl als sein energetisches Damaskus-Erlebnis:

„Es hat lange gedauert bis ich aufwachte. Die Katastrophe von Tschernobyl war mein energetischer big bang. Bis dahin war ich braves CDU-Mitglied und vertraute den "Experten", die uns damit beruhigten, dass nur "alle 10.000 Jahre in einem AKW etwas passieren" könnte.

Nach Tschernobyl erst begann ich intensiver zu recherchieren: Vorher passierte - schon in den fünfziger Jahren - der Atomunfall im englischen Sellafield, danach Tscheljabinsk im Ural und Harrisburg in den USA. Alle 10.000 Jahre ein Unfall? Alle 10 Jahre hatte es einen gegeben. So schnell vergeht die Zeit, ….

Und ich spürte die Mechanismen der Angst, der Lüge und des Verdrängens bei den Atom-Parteien, hauptsächlich bei meiner eigenen Partei.

Journalisten sollen aufklären. Aber ständig versuchten die Atomfreunde die aufklärerischen Filme meines Kollegen Wolfgang Moser und meine jetzt atomkritische Position zu diskreditieren und zu verhindern.1988 bin ich aus der CDU ausgetreten. Es war eine Gewissensentscheidung. Helmut Kohl hatte zuvor im Bundestag den unverantwortlichen Satz gesagt: "Atomenergie ist moralisch vertretbar." "Was", so fragte ich den Bundeskanzler in einem "Offenen Brief" im "Spiegel", "sagen Sie nach der nächsten Katastrophe? Was sagen Sie schwangeren Frauen und was sagen Sie im Anblick von tausenden missgebildeter Kinder?"

1995 lernte ich Wladimir Tschernousenko kennen. Michail Gorbatschow hatte den Professor für Atomphysik zum Direktor der Aufräumarbeiten in Tschernobyl berufen. Als wir Freunde wurden, war er total verstrahlt. ... 1996 starb er an seinem Krebs, einst Atom Befürworter, dann überzeugter und überzeugender Atomkritiker. …“ Quelle: http://www.solarenergie.com/content/view/76/66/ )

Was braucht’s, damit auch Sie Ihr energetisches Damaskus erleben und sich endlich aktiv von der Atomenergie abwenden?

mit freundlichem Gruß
Dr. Eva Stegen

Frage von Rin Fgrtra

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