Meine konkrete Frage blieb leider unbeantwortet: Welche Regelung verhindert, dass Praxen mehr Privatpatienten behandeln und GKV-Versicherte dadurch überhaupt noch Therapieplätze bekommen?
Sehr geehrter Herr Willsch,
Sie schreiben, dass Sie die Sorgen aus dem Gesundheitswesen aufgenommen hätten. Gerade deshalb vermisse ich eine konkrete Antwort zur psychotherapeutischen Versorgung.
Die Streichung der Angemessenheitsprüfung der psychotherapeutischen Vergütung bereitet mir große Sorgen. Wenn die GKV-Vergütung nicht mehr auskömmlich ist, besteht die Gefahr, dass Praxen aus wirtschaftlichen Gründen mehr Privatpatienten behandeln.
Das könnte die ohnehin angespannte Versorgung gesetzlich Versicherter weiter verschärfen. Viele Menschen bekommen schon heute überhaupt keinen Therapieplatz.
Sie nennen das Gesetz einen „ausgewogenen, wenngleich schmerzhaften Kompromiss“. Welche konkrete Regelung verhindert diese Entwicklung?
