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Klaus Mack
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Frage von Dirk L. •

Ich mache mir Sorgen um die Sicherheit des Landes und meiner Familie. Warum werden neben der Aufrüstung nicht auch Verhandlungen mit Russland geführt, wie damals beim NATO Doppelbeschluss?

Sehr geehrter Herr Mack,

Die Diplomatie ist die Kunst, mit Feinden reden zu können. Sie wurde sicher nicht umsonst von fast allen Kulturen dieser Welt entwickelt und gepflegt. Warum riskieren Sie mit Blick auf einen einzigen Misserfolg der Diplomatie (1938), einen Krieg. Auch damals war es den Versuch wert. Konfrontation sofort hätte auch Hitler nicht abgehalten. Bitte beraten Sie sich doch mit der gesamten historischen Wissenschaft und setzten nicht nur auf eine Interpretation. Es sind doch nicht alle willige Helfer Putins, die nicht voll auf Krieg und Sieg der Ukraine mit Rückeroberung setzen. Zwei der höchsten deutschen ehemaligen Offiziere in Bundeskanzleramt und in der NATO rufen Sie dazu auf. Alles Irregeleitete?, alles Dummköpfe? alles Agenten Russlands? Ermöglichen Sie doch zumindest wieder eine sachliche Diskussion. Sie vertreten mich im Bundestag. Teil der repräsentativen Demokratie ist, dass Sie auch mich hören. Ich würde mich über eine sachbezogene Antwort freuen.

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Antwort von CDU

Vielen Dank für Ihre Frage.

Ihre Sorge um die Sicherheit unseres Landes und unserer Familien teile ich ausdrücklich. Für uns als CDU gilt: Frieden in Freiheit entsteht durch Stärke und Verlässlichkeit – nicht durch einseitige Zugeständnisse.

Der NATO-Doppelbeschluss in den 1980er-Jahren hat genau dieses Prinzip verfolgt: Verteidigungsfähigkeit stärken und gleichzeitig Gesprächsbereitschaft signalisieren. Entscheidend war jedoch, dass Verhandlungen aus einer Position der Stärke geführt wurden.

Im aktuellen Fall führt Russland einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Solange Moskau nicht ernsthaft zu einem gerechten und dauerhaften Frieden bereit ist, dürfen wir unsere eigene Sicherheit und die unserer Bündnispartner nicht gefährden. Deshalb ist die Stärkung der Bundeswehr und der NATO richtig und notwendig.

Diplomatie bleibt wichtig – Stärke und Gesprächsbereitschaft sind kein Widerspruch, sie bedingen einander.

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