Katrin Helling-Plahr

| Kandidatin Bundestag
Katrin Helling-Plahr
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Jahrgang
1986
Wohnort
Hagen
Berufliche Qualifikation
Fachanwältin für Medizinrecht
Ausgeübte Tätigkeit
Rechtsanwältin
Wahlkreis

Wahlkreis 138: Hagen - Ennepe-Ruhr-Kreis I

Wahlkreisergebnis: 7,9 %

Liste
Landesliste Nordrhein-Westfalen, Platz 20
Parlament
Bundestag

Bundestag

Dieselfahrzeuge sollen wegen ihres hohen Schadstoffausstoßes aus den Innenstädten verbannt werden.
Position von Katrin Helling-Plahr: Lehne ab
Luftreinhaltung gelingt mittelfristig nur über technischen Fortschritt (z.B. Elektroautos), nicht durch Verbote. Besonders von einem Dieselfahrverbot betroffen wären im Übrigen Familien mit kleinem Einkommen und Handwerksbetriebe, die sich nicht so einfach ein neues Fahrzeug leisten können.
Die Politik soll festlegen, wie viele Flüchtlinge Deutschland jedes Jahr aufnimmt.
Position von Katrin Helling-Plahr: Lehne ab
Eine numerische Obergrenze kann und darf es schon aus verfassungsrechtlichen Erwägungen heraus nicht geben. Wir müssen aber natürlich sicherstellen, dass Zuwanderung nicht unkontrolliert erfolgt. Die Grenzsicherung muss verbessert werden. Im Übrigen brauchen wir ein modernes Einwanderungsgesetz.
Massentierhaltung muss reduziert werden, auch wenn das höhere Fleischpreise bedeutet.
Position von Katrin Helling-Plahr: Lehne ab
Entscheidendes Kriterium für eine tiergerechte Haltung ist nicht die Größe eines Betriebes, sondern das jeweilige Haltungsmanagement. Letztlich entscheidet der Verbraucher mit seinem Einkaufskorb, wie schnell wünschenswerte Verbesserungen erzielt werden.
Zur Vermeidung von Altersarmut müssen die Renten deutlich erhöht werden.
Position von Katrin Helling-Plahr: Lehne ab
Um Altersarmut zu vermeiden, brauchen wir vor allem mehr Qualität in der Bildung, einen flexiblen Arbeitsmarkt und eine höhere Wohneigentumsquote. Zudem ist es richtig, die Einkünfte aus privater und betrieblicher Altersvorsorge nur teilweise auf die Grundsicherung im Alter anzurechnen.
Vermieter sollen ohne eine staatliche Mietpreisbremse entscheiden können, wie viel Miete sie verlangen.
Position von Katrin Helling-Plahr: Stimme zu
Richtig, die Mietpreisbremse ist umgehend abzuschaffen. Nur so schaffen wir mehr Wohnraumangebot und damit niedrigere Mieten.
Es muss ein verbindliches Lobbyregister geben, in dem u.a. Kontakte zwischen Interessenvertretern und Politikern veröffentlicht werden.
Position von Katrin Helling-Plahr: Neutral
Die Anlage 2 zur Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages trifft bereits eine Reihe von Regelungen, unter anderem wird bereits ein Lobbyistenregister geführt. Die bestehenden Regelungen sind ausreichend.
Ein vollständiges Verbot von Gentechnik in der Landwirtschaft darf es nicht geben.
Position von Katrin Helling-Plahr: Stimme zu
Grüne Gentechnik bietet vielfältige Chancen - auch zur Bekämpfung des Hungers in der Welt. Zukünftig entscheidet der Verbraucher mit seinem Einkaufsverhalten. Die Produkte sind entsprechend kenntlich zu machen.
Auf Autobahnen soll es ein flächendeckendes Tempolimit von 130 km/h geben.
Position von Katrin Helling-Plahr: Lehne ab
Ein generelles Tempolimit auf Autobahnen sowie die weitere Absenkung allgemeiner Höchstgeschwindigkeiten (wie beispielsweise innerorts flächendeckend auf 30 km/h) lehne ich ab. Unfallrisiko Nummer 1 in Deutschland ist die Handynutzung am Steuer.
Es soll einen verbindlichen Volksentscheid auf Bundesebene geben.
Position von Katrin Helling-Plahr: Stimme zu
Direktdemokratische Mitbestimmungsbestimmungsmöglichkeiten auch auf Bundesebene sind zu begrüßen.
Die Sicherheitsbehörden sollen mehr Befugnisse zur Terrorabwehr bekommen, auch wenn dafür Freiheitsrechte eingeschränkt werden müssen.
Position von Katrin Helling-Plahr: Lehne ab
Wir haben kein Gesetzgebungs-, sondern ein Vollzugsdefizit. Polizei und Justiz müssen finanziell wie personell besser ausgestattet werden. Weitere Einschränkungen unserer Bürgerrechte lehne ich ab.
Der Kohleabbau als wichtige Übergangstechnologie muss weiterhin staatlich gefördert werden.
Position von Katrin Helling-Plahr: Lehne ab
Auf fossile Energieträger werden wir nicht verzichten können, bis wir die Schwankungen bei erneuerbarem Strom durch Speichertechnologien ausgleichen können. Wir freien Demokraten setzen aber generell auf einen technologieneutralen Wettbewerb ohne spezielle Förderung des Kohleabbaus.
Die Kitabetreuung von Kindern soll grundsätzlich kostenlos sein.
Position von Katrin Helling-Plahr: Stimme zu
Beitragsfreie Kinderbetreuung ist ein wichtiges langfristiges Ziel. Sie steht für mich aber unter Finanzierungsvorbehalt, denn der kommenden Generation ist nicht gedient, wenn wir ihre Betreuung auf Pump finanzieren. Eine Gegenfinanzierung über nachgelagerte Studiengebühren wäre ein Ansatz.
Die Bundesregierung soll keine Rüstungsexporte in Konfliktregionen wie der Arabischen Halbinsel genehmigen.
Position von Katrin Helling-Plahr: Stimme zu
Es sollte auch für die Zukunft Grundpfeiler deutscher Außenpolitik sein, Rüstungsexporte in Konfliktregionen auszuschließen. Ein Rüstungsexportgesetz soll die nationalen, europäischen und internationalen Exportrichtlinien deutlich präzisieren und so zu mehr Transparenz im Regierungshandeln führen.
Afghanistan ist ein sicheres Herkunftsland, in das Abschiebungen möglich sein müssen.
Position von Katrin Helling-Plahr: Neutral
Es ist im Einzelfall für jeden Abzuschiebenden zu ermitteln, ob es für ihn in Afghanistan sichere Zonen gibt. Inländische Fluchtalternativen unterscheiden sich für jeden Verfolgten nach dem Grund seiner Verfolgung.
Die Kirchensteuer soll abgeschafft werden.
Position von Katrin Helling-Plahr: Lehne ab
Über die Finanzierung von Kirchen und Religionsgemeinschaften entscheiden diese selbst.
Die EU hat nur dann eine Zukunft, wenn die Mitgliedsstaaten auf Kompetenzen verzichten.
Position von Katrin Helling-Plahr: Lehne ab
Die Europäische Union hat in manchen Bereichen heute schon zu viele Kompetenzen. Diese gilt es zurückzuführen. In anderen Bereichen wiederum ergibt eine stärkere Zusammenarbeit sehr viel Sinn. Statt über mehr Macht für Brüssel müssen wir über mehr Einfluss für die Bürger reden.
Der Spitzensteuersatz soll deutlich erhöht werden, mindestens wieder auf 53% wie in den 1990er Jahren.
Position von Katrin Helling-Plahr: Lehne ab
Statt Bürger immer weiter zu belasten, braucht es eine faire Balance zwischen Privat und Staat. Es ist sinnvoller, den Steuersatz für kleine und mittlere Einkommen zu senken und die kalte Progression abzumildern. Demjenigen, der sich hocharbeiten will, muss der Staat auch Anreize lassen.
Zeitlich befristete Arbeitsverträge sind erforderlich, damit Unternehmen flexibel sein können.
Position von Katrin Helling-Plahr: Stimme zu
Wir dürfen die begrenzten Möglichkeiten befristeter Einstellungen nicht weiter beschneiden. Befristungen ermöglichen nicht nur Unternehmen flexibel zu agieren und so ihren Fortbestand und die bestehenden Arbeitsplätze zu sichern, sondern schaffen auch Einstiegschancen in den Arbeitsmarkt.
Der Besitz und Anbau von Cannabis soll legalisiert werden.
Position von Katrin Helling-Plahr: Stimme zu
Wir freie Demokraten wollen den Besitz und Konsum für Volljährige legalisieren. Anbau und Verkauf müssen in kontrollierten, lizensierten Geschäften stattfinden. Die steuerlichen Mehreinnahmen sollen für die Präventionsarbeit für Jugendliche eingesetzt werden.
Weil Menschen immer älter werden, sollen sie auch länger arbeiten.
Position von Katrin Helling-Plahr: Lehne ab
Schaffen wir Flexibilität! Ein politisch festgelegtes Renteneintrittsalter und Hinzuverdienstgrenzen braucht es nicht. Ermöglichen wir jedem ab dem Alter von 60 Jahren, sofern seine Rente über Grundsicherungsniveau liegt, ohne staatliche Gängelei selbst zu entscheiden, wann er in Rente gehen möchte.
Parteispenden von Unternehmen und Verbänden sollen verboten werden.
Position von Katrin Helling-Plahr: Lehne ab
Spenden von Unternehmen oder Interessensgruppen sind legitim. Die innerparteiliche Entscheidungsfindung erfolgt transparent im Diskurs auf Parteitagen. Eine unstatthafte Beeinflussung kann somit ausgeschlossen werden.
Die Öffentlichkeit muss bei Verhandlungen zu Freihandelsabkommen wie TTIP und CETA stärker beteiligt werden.
Position von Katrin Helling-Plahr: Stimme zu
Ich setze mich dafür ein, dass Verhandlungsdokumente von Vertretern des Europäischen Parlaments, der nationalen Parlamente und der nationalen Regierungen eingesehen werden können. Darüber hinaus sollen ausverhandelte Ergebnisse so früh wie möglich der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

Die politischen Ziele von Katrin Helling-Plahr

Als Kind selbst immer wieder zu Geduld ermahnt, entgegne ich heute, dass Ungeduld auch eine Tugend ist. Finden wir uns nicht mit dem schnöden Weiter-So der großen Koalition ab, suchen wir unser Glück nicht im Mittelmaß, sondern nutzen wir jetzt die Chance, unser Land für unsere Kinder und Enkel zukunftsfit zu machen. Denken wir neu!

Als Fachanwältin für Medizinrecht liegen mir natürlich gesundheitspolitische Fragestellungen besonders am Herzen.
Ärzte- und Hebammenmangel sind im Wahlkreis längst ein Thema, Arzttermine und Hebammenplätze oft Mangelware. Wir müssen deshalb die Medizinerausbildung ausbauen, die Niederlassung in eigener Praxis vereinfachen, den Hebammenberuf attraktivieren und unser Gesundheitssystem von seinen planwirtschaftlichen Fesseln befreien.
Auch in der Region sind Infektionen mit multiresistenten Keimen an der Tagesordnung. Statt die Entwicklung schockstarr zu beobachten, ist es endlich an der Zeit, den Erregern den Kampf anzusagen und unsere Krankenhäuser entsprechend auszustatten.

Auch oder gerade als jüngerer Mensch ist die Rente für mich Top-Thema. Schaffen wir Flexibilität! Ein politisch festgelegtes Renteneintrittsalter und Hinzuverdienstgrenzen braucht es nicht. Ermöglichen wir jedem ab dem Alter von 60 Jahren, sofern seine Rente über Grundsicherungsniveau liegt, ohne staatliche Gängelei selbst zu entscheiden, wann er in Rente gehen möchte.

„Von nichts kommt nichts.“ Es muss dem Einzelnen aber auch ermöglicht werden, durch eigene Leistung spürbar voranzukommen. Das bedeutet, super Startchancen durch beste Bildung zu schaffen, Gründermut zu honorieren und Selbständige mit möglichst wenig Bürokratie zu belasten. 

Über Katrin Helling-Plahr

Ich bin in Hagen geboren und aufgewachsen, habe in Münster Jura studiert und bin seit einigen Jahren als Rechtsanwältin vorwiegend auf dem Gebiet des Medizinrechts in meiner Heimatstadt tätig. Als überzeugte freie Demokratin gehöre ich seit 2009 dem Rat der Stadt Hagen an und trete bereits zum dritten Mal als Kandidatin zur Bundestagswahl im Wahlkreis an. Ich bin verheiratet und habe einen kleinen Sohn.

Alle Fragen in der Übersicht

Sehr geehrte Frau Helling-Plahr,

im Großen und Ganzen komme ich mit ihren Antworten bei Abgeordnetenwatch gut klar. Selbst, wenn ich Ihre...

Von: Puevfgvna Cbggubss

Antwort von Katrin Helling-Plahr
FDP

(...) „Massentierhaltung“ - also die Tatsache, dass jemand eine Masse an Tieren hält, kann ja kein Problem an sich sein. Mit den Begriff „Massentierhaltung“ ist rein garnichts über die Haltungsbedingungen gesagt. Anders: Auch auf einem Biobauernhof kann eine Masse an Tieren gehalten, also Massentierhaltung betrieben werden. (...)

Frau Helling-Plahr,
wie soll die Mobilität der Zukunft aussehen?
Wenn E-Mobilität : wie soll ihrer Meinung nach die Ladesäulen...

Von: Zngguvnf Nqbycuf

Antwort von Katrin Helling-Plahr
FDP

(...) Wenngleich ich von der Elektromobilität überzeugt bin, bietet beispielsweise etwa auch die Brennstoffzellentechnologie enorme Potentiale für sauberen Verkehr. Kurz gesagt: Ich gehe davon aus, dass unsere mobile Zukunft elektrisch sein wird, aber der Staat sollte den Wettbewerb der Systeme zulassen. Das spricht gegen eine dauerhafte Förderung der Elektromobilität ad infinitum. (...)

Ich habe gestern/Sonntag Abend i.d. Sendung "ttt" einen ERSCHRECKENDEN Bericht über unser Bildungssystem, insbesondere über den unglaublich...

Von: Roreuneq Thgfpur

Antwort von Katrin Helling-Plahr
FDP

(...) Dazu müssen wir die Bildungsausgaben natürlich deutlich hochfahren (wir liegen mit unseren Ausgaben bisher unter OECD-Durchschnitt!) und anders als früher muss auch der Bund an den Bildungsausgaben beteiligt werden. (...)

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Stadt Hagen Hagen Stellv. Mitglied des Schul- und Sozialausschusses Themen: Staat und Verwaltung seit 24.10.2017
AWO Unterbezirk Hagen-Märkischer Kreis Hagen Mitglied des Beirates für die Maßregelvollzugseinrichtungen gem. § 4 Maßregelvollzug NRW Themen: Gesellschaftspolitik, soziale Gruppen, Soziale Sicherung seit 24.10.2017

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